US-Präsident Donald Trump plant offenbar weitere bauliche Veränderungen rund um das Weiße Haus. Medienberichten zufolge wird derzeit über die Errichtung eines festen Hubschrauberlandeplatzes auf dem Südrasen des Weißen Hauses diskutiert.
Hintergrund ist laut Berichten des „Wall Street Journal“, von CNN und der „Washington Post“, dass die neuen Marine-One-Hubschrauber beim Starten und Landen regelmäßig den Rasen beschädigen sollen. Offiziell bestätigt wurde das Vorhaben bislang nicht. Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte lediglich, Trump habe „weiterhin Verbesserungen am Weißen Haus und in Washington vorgenommen, die zukünftigen Präsidenten und den Amerikanern zugutekommen sollen“.
Der geplante Hubschrauberlandeplatz wäre Teil mehrerer größerer Bau- und Modernisierungsprojekte rund um Washington. Dazu zählen unter anderem ein geplanter Ballsaal im Wert von rund 400 Millionen Dollar, Arbeiten am Lincoln Memorial Reflecting Pool sowie ein vorgeschlagener monumentaler Triumphbogen.
Auch in Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida spielt das Thema Hubschrauberlandeplatz erneut eine wichtige Rolle.
Bereits während seiner ersten Amtszeit war dort 2017 ein Helikopterlandeplatz errichtet worden. Die Genehmigung war damals jedoch an die Bedingung geknüpft, dass der Landeplatz nach dem Ende von Trumps Präsidentschaft wieder entfernt werden müsse. Tatsächlich wurde die Anlage 2021 kurz nach seinem Ausscheiden aus dem Amt abgerissen.
Nun soll in den kommenden Monaten ein neuer, größerer Hubschrauberlandeplatz gebaut werden. Dieser soll moderne Präsidentenhubschrauber aufnehmen können und erneut auf dem Gelände von Mar-a-Lago entstehen.
Besonders umstritten ist dabei eine neue Forderung des Secret Service. Die Sicherheitsbehörde möchte erreichen, dass der Hubschrauberlandeplatz auch nach dem Ende von Trumps aktueller Amtszeit bestehen bleiben darf – solange sich dort weiterhin Personen mit Secret-Service-Schutz aufhalten.
Vertreter von Mar-a-Lago argumentieren, die Sicherheitslage und mögliche Bedrohungen gegen Trump und seine Familie machten eine dauerhafte Nutzung notwendig.
Im Stadtrat von Palm Beach sorgt das allerdings für Diskussionen. Mehrere Mitglieder verlangen klare Regeln, damit der Landeplatz ausschließlich für Regierungs- und Sicherheitszwecke genutzt wird.
Hintergrund ist ein Vorfall aus dem Jahr 2017, als ein privater Hubschrauber mit Trump-Logo über längere Zeit auf dem Gelände parkte. Damals hatten Anwohner und Politiker kritisiert, dass der Hubschrauberlandeplatz möglicherweise privat genutzt werde – obwohl die Genehmigung nur für offizielle Zwecke galt.
Die Bürgermeisterin von Palm Beach, Danielle Moore, äußerte deshalb erneut Bedenken. Die Vorstellung, dass der Landeplatz künftig wieder privat genutzt werden könnte, bereite ihr „Unbehagen“, erklärte sie bei einer Stadtratssitzung.
Derzeit beraten die Behörden darüber, welche Nutzungsregeln künftig gelten sollen.
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