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Studieren wird teurer: Der Traum vom Hörsaal kostet künftig noch ein paar Dollar mehr

PourquoiPas (CC0), Pixabay
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Wer dachte, das Studium in den USA sei bereits teuer genug, bekommt nun die nächste kleine Überraschung serviert. Die Zinsen für staatliche Studienkredite steigen im Studienjahr 2026/27 erneut leicht an. Keine dramatische Explosion, aber genug, um Eltern und Studierende daran zu erinnern, dass Bildung in Amerika oft auch ein langfristiges Finanzprojekt ist.

Die gute Nachricht: Es wird nur etwas teurer

Der Anstieg fällt überschaubar aus. Für Bachelor-Studierende steigt der Zinssatz von 6,39 auf 6,52 Prozent. Bei Darlehen für Master-Studierende geht es auf 8,07 Prozent nach oben, während Eltern bei sogenannten Parent-PLUS-Krediten künftig mit 9,07 Prozent rechnen müssen.

Experten sprechen von lediglich 0,1 Prozentpunkten mehr. Klingt harmlos, summiert sich aber über viele Jahre hinweg zu einer zusätzlichen Belastung.

Der Staat bleibt für viele die erste Wahl

Trotz der höheren Zinsen raten Finanzexperten weiterhin dazu, staatliche Studienkredite zunächst zu bevorzugen. Der Grund: Sie bieten Schutzmechanismen wie Stundungen oder zeitweise Zahlungserleichterungen, falls Absolventen nach dem Studium einmal in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Außerdem helfen die Kredite jungen Menschen dabei, eine eigene Kredithistorie aufzubauen.

Eltern sollten jetzt genauer rechnen

Besonders bei den Parent-PLUS-Krediten wird die Sache interessant. Mehr als neun Prozent Zinsen sorgen inzwischen dafür, dass private Kreditgeber plötzlich attraktiver erscheinen könnten. Wer über eine gute Bonität verfügt, findet am Markt teilweise deutlich günstigere Angebote.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass private Kredite die bessere Wahl sind. Denn während der Staat oft zusätzliche Schutzrechte bietet, muss bei privaten Anbietern genauer auf Bedingungen, Gebühren und Laufzeiten geachtet werden.

Erst suchen, dann leihen

Finanzberater haben noch einen anderen Rat: Bevor überhaupt über Kredite nachgedacht wird, sollten alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

Stipendien.

Zuschüsse.

Arbeitgeberprogramme.

Staatliche Förderungen.

Denn das schönste Studiengeld ist immer noch das, das später nicht zurückgezahlt werden muss.

Die wichtigste Familienkonferenz des Jahres

Experten empfehlen Familien, deutlich früher über die Finanzierung eines Studiums zu sprechen. Nicht erst dann, wenn die Zulassungsbescheide im Briefkasten liegen, sondern bereits Monate vorher. Die entscheidende Frage lautet dabei:

Welche Universität können wir uns eigentlich leisten?

Diese Diskussion ist oft weniger aufregend als die Auswahl des Traumstudiengangs, verhindert aber später böse Überraschungen.

Fazit

Die Zinsen steigen nur leicht, aber der Trend zeigt erneut: Studieren wird in den USA nicht günstiger. Wer clever plant, Stipendien sucht und Förderprogramme nutzt, kann die Kosten jedoch begrenzen.

Oder wie man es an amerikanischen Universitäten vielleicht formulieren würde:

Der Hörsaal ist weiterhin offen – die Rechnung kommt allerdings später.

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