In der strategisch wichtigen Straße von Hormus ist es zu mehreren schweren Zwischenfällen mit Öltankern gekommen. Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarde gerieten vier Tanker in Brand. Berichtet wird von Explosionen, Seeminen und einem möglichen Beschuss durch unbekannte Angreifer. Die Vorfälle könnten erhebliche Auswirkungen auf die internationale Energieversorgung haben.
Die iranische Revolutionsgarde erklärte, mehrere Schiffe hätten versucht, nicht genehmigte Schifffahrtsrouten zu benutzen. Zwei der betroffenen Tanker seien dabei auf Seeminen gefahren. Beide Schiffe sollen jeweils rund zwei Millionen Barrel Rohöl transportiert haben.
Ob die iranischen Angaben zum genauen Hergang zutreffen, konnte zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.
Tanker offenbar von Geschoss getroffen
Auch die britische Seehandelsaufsicht UKMTO meldete einen gefährlichen Zwischenfall. Demnach wurde ein Rohöltanker beim Verlassen der Straße von Hormus von einem bislang nicht identifizierten Geschoss getroffen.
Wer für den möglichen Angriff verantwortlich ist, blieb zunächst unklar.
Bereits zuvor war nach Angaben der omanischen Marine das unter panamaischer Flagge fahrende Handelsschiff „RITI“ angegriffen worden. An Bord brach ein Feuer aus.
Die 25 Besatzungsmitglieder konnten nach offiziellen Angaben in Sicherheit gebracht und medizinisch versorgt werden.
Warum die Straße von Hormus für die Weltwirtschaft so wichtig ist
Die Meerenge zwischen dem Iran und Oman gehört zu den bedeutendsten Transportwegen des internationalen Ölhandels.
Ein erheblicher Teil der weltweiten Öltransporte passiert diese vergleichsweise schmale Wasserstraße. Jede militärische Eskalation kann deshalb weitreichende wirtschaftliche Folgen haben.
Sollten Reedereien die Route künftig meiden oder Versicherungsunternehmen ihre Risikoprämien deutlich erhöhen, könnten die Transportkosten steigen. Auch kräftige Ölpreisschwankungen wären möglich.
Für europäische Verbraucher und Unternehmen könnte sich eine länger anhaltende Störung letztlich durch höhere Energie- und Kraftstoffpreise bemerkbar machen.
Droht eine weitere Eskalation am Persischen Golf?
Besonders besorgniserregend sind die Berichte über mögliche Seeminen und Geschossangriffe. Sie deuten auf erhebliche Gefahren für die internationale Handelsschifffahrt hin.
Die britische Seehandelsaufsicht rief Schiffe bereits zu besonderer Vorsicht auf.
Noch ist unklar, ob die einzelnen Vorfälle miteinander zusammenhängen und wer für die jeweiligen Angriffe verantwortlich ist.
Fest steht: Die Straße von Hormus entwickelt sich erneut zu einem gefährlichen Brennpunkt der internationalen Energieversorgung.
Eine längerfristige Beeinträchtigung dieses Transportweges könnte nicht nur den Ölhandel, sondern die gesamte Weltwirtschaft unter erheblichen Druck setzen.
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