Im Hauptquartier des US-Verteidigungsministeriums ist am Donnerstag ein umfangreicher Sicherheitsalarm ausgelöst worden. Mehrere Stockwerke des Pentagons wurden vorsorglich abgeriegelt, nachdem interne Überwachungssysteme eine ungewöhnliche Veränderung der Luftqualität festgestellt hatten.
Spezialisierte Gefahrstoff-Einheiten rückten umgehend an.
Pentagon ordnet „Shelter in Place“ an
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums registrierten technische Systeme eine mögliche Beeinträchtigung der Luftqualität in mehreren Bereichen des Gebäudes.
Die Behörden reagierten sofort und ordneten für betroffene Bereiche eine sogenannte „Shelter in Place“-Maßnahme an. Mitarbeiter wurden angewiesen, ihre Arbeitsplätze nicht zu verlassen und sich innerhalb der betroffenen Gebäudeteile aufzuhalten, bis weitere Erkenntnisse vorliegen.
Gleichzeitig wurden persönliche Besprechungen abgesagt oder auf virtuelle Formate umgestellt.
Gefahrstoff-Spezialisten im Einsatz
Die Feuerwehr- und Rettungsdienste des Arlington County bestätigten, dass spezielle Gefahrstoffteams zur Unterstützung des Einsatzes angefordert wurden.
US-Medien berichteten zudem, dass Einsatzkräfte der Pentagon Force Protection Agency teilweise mit Gasmasken und vollständiger Chemikalienschutzausrüstung im Gebäude unterwegs waren.
Welche Substanz oder welcher Auslöser für den Alarm verantwortlich sein könnte, wurde bislang nicht bekanntgegeben.
Ursache weiterhin unklar
Ein Sprecher des Pentagons erklärte, die gemessenen Werte hätten Vorsichtsmaßnahmen erforderlich gemacht. Derzeit werde untersucht, ob tatsächlich eine Gefährdung vorliege und welche Ursache hinter den Messwerten stecke.
Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleiben die Sicherheitsmaßnahmen in Kraft.
Symbolträchtiger Ort
Das Pentagon in Arlington im US-Bundesstaat Virginia zählt zu den wichtigsten Regierungsgebäuden der Vereinigten Staaten.
Mehr als 20.000 Mitarbeiter arbeiten täglich in dem riesigen Gebäudekomplex, der als Hauptquartier des amerikanischen Verteidigungsministeriums dient.
Sicherheitsvorfälle in dem Gebäude werden deshalb besonders aufmerksam verfolgt.
Spekulationen vermeiden
Bislang gibt es keine Hinweise auf einen Anschlag, einen chemischen Angriff oder eine vorsätzliche Freisetzung gefährlicher Stoffe.
Die Behörden betonen, dass die Maßnahmen rein vorsorglich erfolgt seien und zunächst der Schutz der Beschäftigten im Vordergrund stehe.
Dennoch sorgt der Vorfall angesichts der angespannten internationalen Sicherheitslage für erhöhte Aufmerksamkeit.
Die Ermittlungen zur Ursache des Luftqualitätsalarms dauern an.
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