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Polizist bei Anti-Terror-Einsatz in Toronto getötet – Fahndung nach bewaffnetem Verdächtigen läuft

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Toronto steht unter Schock: Bei einem Polizeieinsatz im Zusammenhang mit Ermittlungen nach Schüssen auf das US-Konsulat ist ein Beamter getötet worden.

Der 43-jährige Polizist Marc Pinizzotto wurde in den frühen Morgenstunden während einer Razzia in einem Hochhaus bei einem Schusswechsel schwer verletzt. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung erlag der erfahrene Beamte später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Ermittlungen führen zu tödlichem Einsatz

Die Polizei hatte seit Monaten wegen eines Vorfalls im März ermittelt, bei dem Unbekannte Schüsse auf das US-Konsulat in Toronto abgegeben hatten.

US-amerikanische und kanadische Sicherheitsbehörden stuften den Angriff damals als Angelegenheit der nationalen Sicherheit ein.

Nach bisherigen Erkenntnissen waren mehrere Verdächtige identifiziert worden. Im Rahmen koordinierter Durchsuchungen sollte nun gegen mutmaßlich beteiligte Personen vorgegangen werden.

Dabei kam es zu dem tödlichen Schusswechsel.

Bewaffneter Verdächtiger auf der Flucht

Besonders besorgniserregend:

Einer der gesuchten Verdächtigen befindet sich weiterhin auf freiem Fuß. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, sich der Person zu nähern.

Der 19-jährige Mann gilt nach Angaben der Ermittler als bewaffnet und gefährlich. Die Bevölkerung wird aufgefordert, bei Sichtung sofort den Notruf zu verständigen.

Ein weiterer Verdächtiger wurde während des Einsatzes angeschossen und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Angriff auf US-Konsulat beschäftigt Behörden seit Monaten

Der Einsatz steht im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu den Schüssen auf das amerikanische Konsulat in Toronto.

Damals hatten zwei Männer nach Angaben der Ermittler mehrere Schüsse auf das Gebäude abgegeben und waren anschließend mit einem Fahrzeug geflüchtet.

Verletzt wurde bei dem Angriff niemand. Die Behörden erklärten damals, das Konsulatsgebäude verfüge über umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen und eine besonders widerstandsfähige Infrastruktur.

Dennoch löste der Vorfall erhebliche Sicherheitsbedenken aus.

Gefallener Beamter war Mitglied einer Spezialeinheit

Der getötete Polizist gehörte seit 18 Jahren dem Polizeidienst an.

In den vergangenen fünf Jahren war er Mitglied der Emergency Task Force, einer Spezialeinheit der Toronto Police Service, die unter anderem bei bewaffneten Einsätzen und Hochrisikolagen eingesetzt wird.

Kollegen beschrieben ihn als hochgeschätzten und erfahrenen Beamten.

Trauer in Kanada und den USA

Der Tod des Polizisten löste in Kanada große Bestürzung aus.

Torontos Polizeichef zeigte sich bei einer Pressekonferenz sichtlich bewegt und sprach von tiefer Trauer innerhalb der Polizeibehörde und der gesamten Stadtgemeinschaft.

Auch Torontos Bürgermeisterin würdigte den Beamten und sprach den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.

Selbst der amerikanische Botschafter in Kanada nahm während einer Wirtschaftsveranstaltung Bezug auf den Vorfall und würdigte den Einsatz des getöteten Beamten.

Er betonte zugleich die enge Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden beider Länder bei Ermittlungen gegen grenzüberschreitende Bedrohungen.

Sicherheitslage vor WM-Auftakt besonders sensibel

Der Vorfall ereignet sich zu einem äußerst sensiblen Zeitpunkt.

Bereits am Freitag richtet Toronto sein erstes Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 aus. Tausende internationale Gäste werden in der kanadischen Metropole erwartet.

Die Sicherheitsbehörden stehen daher zusätzlich unter Druck, mögliche Risiken schnell zu identifizieren und auszuschließen.

Die Fahndung nach dem flüchtigen Verdächtigen läuft derzeit mit Hochdruck.

Ob weitere Personen in die Ermittlungen verwickelt sind, wollten die Behörden bislang nicht bekannt geben.

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