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„Schönheitschirurg à la Scharlatan: Fett weg mit falscher Spritze“

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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In Steyr steht diese Woche ein Schönheitschirurg aus Salzburg vor Gericht – und zwar nicht wegen schlechter Botox-Arbeit, sondern weil er angeblich Diätspritzen verkauft hat, die eher den Blutzucker als die Fettpölsterchen ins Wanken brachten.

Statt des beworbenen Wundermittels Semaglutid (bekannt unter dem klingenden Namen „Ozempic“), sollen die sündhaft teuren Spritzen schlicht und ergreifend Insulin enthalten haben. Das ist nicht nur schlecht fürs Abnehmen, sondern auch schlecht für die Gesundheit – zumindest für zwei Patientinnen, die nach der DIY-Injektion mehr als nur die Sommerfigur verloren.

Die Anklage liest sich wie ein spannender Apotheken-Krimi: gewerbsmäßiger Betrug, fahrlässige Körperverletzung, Arzneimittelgesetz adé. Es drohen dem spritzfreudigen Arzt bis zu fünf Jahre Haft – Fitnessstudio und Kantine inklusive.

Der Prozess dauert drei Tage – offenbar braucht selbst die Justiz Zeit, um diese Mixtur zu verdauen. Am Dienstag sowie am 7. Juli werden noch Zeugen gehört. Erst dann wird klar, ob der Mediziner künftig eher Spritzen in der Gefängniskrankenstation aufziehen darf.

Übrigens: Die zwei Unternehmer, die dem Arzt den fragwürdigen Arznei-Cocktail geliefert haben sollen, wurden schon im Dezember 2024 verurteilt – sechs Monate bedingt und Geldstrafen. Immerhin: Wer billig mixt, zahlt am Ende drauf.

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