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Rücktrittsgerüchte um Keir Starmer erschüttern Labour-Regierung

rachelmatthews7 (CC0), Pixabay
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Die politische Zukunft des britischen Premierministers Keir Starmer steht offenbar auf der Kippe. Nach einem Bericht der Zeitung „The Observer“ soll der Labour-Politiker ernsthaft über seinen Rücktritt nachdenken und könnte bereits am Montag seinen Abschied aus dem Amt bekanntgeben.

Dem Bericht zufolge soll Starmer nach intensiven Gesprächen mit Ministern, Beratern und Gewerkschaftsvertretern zu der Einschätzung gelangt sein, dass seine Position als Regierungschef nicht mehr haltbar sei. Aus Regierungskreisen wurden diese Spekulationen jedoch umgehend zurückgewiesen. Ein Sprecher betonte, der Premierminister konzentriere sich weiterhin auf seine Amtsgeschäfte.

Wie die Zeitung weiter berichtet, hält sich Starmer derzeit auf dem offiziellen Landsitz Chequers auf, wo er gemeinsam mit seiner Ehefrau über die nächsten Schritte beraten soll. Eine endgültige Entscheidung sei demnach noch nicht gefallen.

Zwei Jahre nach seinem Wahlsieg befindet sich Starmer in der schwersten Krise seiner bisherigen Amtszeit. Die Labour-Regierung kämpft mit historisch schlechten Umfragewerten, während die Partei bei den Kommunalwahlen im Mai deutliche Verluste hinnehmen musste. Hinzu kamen mehrere prominente Rücktritte aus dem Kabinett, deren Urheber offen Kritik an Starmers Führungsstil äußerten.

Der innerparteiliche Druck wächst ebenfalls kontinuierlich. Mehr als 100 Labour-Abgeordnete – rund ein Viertel der Fraktion im Unterhaus – haben den Premierminister inzwischen öffentlich aufgefordert, entweder zurückzutreten oder zumindest einen konkreten Zeitplan für seinen Abschied vorzulegen.

Neue Dynamik erhielt die Debatte am Freitag durch den Erfolg von Andy Burnham, einem langjährigen parteiinternen Rivalen Starmers. Mit seinem Einzug ins Parlament erfüllt Burnham nun die Voraussetzungen für eine offizielle Kandidatur um den Labour-Vorsitz und gilt damit als potenzieller Herausforderer.

Starmer hatte zuletzt erklärt, sich einem möglichen parteiinternen Machtkampf stellen zu wollen. Ob ihm dies gelingt oder ob Großbritannien bereits in den kommenden Tagen einen Wechsel an der Regierungsspitze erlebt, dürfte sich nun sehr kurzfristig entscheiden.

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