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Prozess gegen OpenAI: Zwei Milliardäre streiten darüber, wer die Menschheit retten darf

ArtsyBeeKids (CC0), Pixabay
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Im kalifornischen Oakland läuft derzeit einer der wohl teuersten Rosenkriege der Tech-Geschichte. Auf der einen Seite: Elon Musk, selbst ernannter Retter der Menschheit, Mars-Eroberer und gelegentlicher Meme-Produzent. Auf der anderen Seite: Sam Altman, ChatGPT-Chef, KI-Milliardär und laut Musk offenbar der Darth Vader des Silicon Valley.

Früher gemeinsam die Welt retten – heute gegenseitig verklagen

2015 war die Welt noch einfacher. Damals gründeten Musk, Altman und einige weitere Tech-Genies OpenAI angeblich als gemeinnützige Organisation, um künstliche Intelligenz zum Wohle der Menschheit zu entwickeln.

Das klingt heute ungefähr so glaubwürdig wie:
„Facebook wurde gegründet, damit Oma leichter Kuchenrezepte austauschen kann.“

Denn aus der angeblichen Non-Profit-Idee wurde inzwischen ein Milliarden-Unternehmen mit Investoren, Börsenfantasien und gigantischen Gewinnmöglichkeiten.

Und plötzlich entdeckte Elon Musk sein inneres Robin-Hood-Gen.

Musk entdeckt überraschend die Liebe zur Gemeinnützigkeit

Musk wirft Altman und OpenAI nun vor, aus einer Wohltätigkeitsorganisation heimlich einen Geld-Drucker gebaut zu haben. Er spricht von „Diebstahl“ und fordert ernsthaft:

  • OpenAI wieder zur Non-Profit-Organisation machen,
  • Milliarden zurückzahlen,
  • Altman absetzen,
  • vermutlich noch Weltfrieden und günstigeres Tesla-Laden.

Besonders faszinierend:
Ausgerechnet Elon Musk hält anderen plötzlich Profitgier vor.

Das ist ungefähr so, als würde McDonald’s vor zu viel Fast Food warnen.

Altman spielt den überforderten Schuljungen

Vor Gericht gab sich Sam Altman laut Beobachtern derweil wie ein leicht überforderter Klassenbester, der angeblich überhaupt nicht versteht, warum plötzlich alle sauer sind.

Auf die Vorwürfe angesprochen, erklärte er sinngemäß:
Man habe „durch harte Arbeit“ eben eine riesige Wohltätigkeitsorganisation aufgebaut.

Klar.
Andere bauen Vogelhäuser im Garten.
OpenAI baut halt KI-Konzerne mit Hunderten Milliarden Bewertung.

Microsoft macht die klassische Konzernnummer

Microsoft sitzt währenddessen irgendwo daneben und versucht möglichst unsichtbar auszusehen.

Der Konzern investierte Milliarden in OpenAI, erklärt aber sinngemäß:
„Wir sind hier eigentlich nur zufällig vorbeigekommen.“

Das erinnert ein wenig an den Typen auf der Party, der neben dem brennenden Sofa steht und behauptet:
„Also ich hab nur kurz das Benzin gehalten.“

Musk warnt wieder vor dem Untergang der Menschheit

Natürlich durfte auch Musks Lieblingsrolle nicht fehlen:
Elon Musk als Endzeitprophet.

Vor Gericht erklärte er erneut, künstliche Intelligenz könne die Menschheit vernichten. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers musste ihn sogar bremsen und bat darum, etwas weniger „Terminator“-Theater aufzuführen.

Eine wirklich bemerkenswerte Situation:
Ein Richter muss Elon Musk erklären, dass nicht jede Gerichtsverhandlung sofort zum Science-Fiction-Weltuntergang werden muss.

Eigentlich geht es um Macht. Sehr viel Macht.

Offiziell geht es um Gemeinnützigkeit, Rechtsformen und Spendengelder.

Inoffiziell sieht es eher nach folgendem Streit aus:
„Warum verdient DER jetzt Milliarden mit KI – und nicht ich allein?“

Denn während Musk mit seiner KI-Firma xAI selbst am Markt mitmischt, entwickelt OpenAI munter weiter Chatbots, Sprachmodelle und vermutlich bald Kühlschränke mit existenziellen Lebensfragen.

Die Jury entscheidet – das Ego bleibt unbegrenzt

Sollte Musk gewinnen, könnte OpenAI massive Probleme bekommen. Der geplante Börsengang, Milliarden-Investitionen und sogar die Unternehmensstruktur stehen auf dem Spiel.

Sollte Altman gewinnen, dürfte Musk vermutlich einfach den nächsten Prozess vorbereiten, ein paar kryptische Tweets posten und zwischendurch noch zum Mars fliegen wollen.

Silicon Valley in Reinform

Am Ende wirkt der gesamte Prozess wie die perfekte Zusammenfassung des modernen Tech-Zeitalters:
Milliardäre streiten öffentlich darüber, wer die Menschheit retten darf – während sie gleichzeitig versuchen, mit künstlicher Intelligenz unfassbar reich zu werden.

Und irgendwo dazwischen sitzt die Weltbevölkerung und fragt sich:
Kann ChatGPT eigentlich auch Popcorn machen?

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