Kurz hielt in Detroit die gesamte Halle den Atem an – dann kam Jalen Duren zurück und die Pistons drehten komplett auf.
Der erste All-Star der Pistons seit Jahren verletzte sich im dritten Viertel von Spiel 6 gegen die Cleveland Cavaliers am linken Knöchel. Nach einem Zusammenstoß mit James Harden knickte Duren unglücklich um, blieb sofort liegen und griff sich ans Bein.
Für Detroit war das ein echter Schockmoment. Denn ausgerechnet Duren zeigte bis dahin seine beste Leistung der gesamten Serie.
Der Center humpelte zunächst auf die Bank, wurde dort behandelt und verschwand kurz darauf in die Kabine. In der Arena machte sich sofort Nervosität breit – nicht zuletzt, weil die Pistons ohne ihren Big Man zuletzt große Probleme hatten.
Doch wenige Minuten später kehrte Duren zurück. Mit zusätzlicher Bandage am Knöchel stand er zu Beginn des Schlussviertels wieder auf dem Feld – und wirkte erstaunlich stabil.
Detroit nutzte den emotionalen Schub gnadenlos aus und überrollte Cleveland am Ende mit 115:94. Damit erzwangen die Pistons ein entscheidendes Spiel 7 in der Serie.
Duren selbst beendete die Partie mit starken Zahlen:
15 Punkte, 11 Rebounds, 3 Blocks und 4 Offensivrebounds.
Besonders wichtig: Nach zuletzt eher passiven Auftritten zeigte der Center endlich wieder Aggressivität unter dem Korb. Noch in Spiel 5 hatte Coach J.B. Bickerstaff seinen jungen Star im kompletten vierten Viertel und der Verlängerung draußen gelassen.
Diesmal lobte der Trainer ausdrücklich den Einsatz seines Centers.
„Es war riesig, dass Jalen seinen Rhythmus gefunden hat“, sagte Bickerstaff nach der Partie. „Die Offensivrebounds haben gezeigt, dass er dem Spiel seinen Willen aufgezwungen hat.“
Während Cleveland zunehmend nervös wirkt, wittern die Pistons plötzlich die Sensation. Nach einer klaren Klatsche in Spiel 6 geht es nun in ein alles entscheidendes Spiel 7 – und Detroit scheint das Momentum auf seiner Seite zu haben.
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