Die nächste Trainerstation endet enttäuschend für Phil Neville. Die Portland Timbers aus der MLS haben sich nach schwachen Ergebnissen vom ehemaligen Manchester-United-Profi getrennt. Offiziell geschieht das Ganze „einvernehmlich“ – was im Fußball meistens bedeutet: Einer wollte unbedingt, der andere musste zustimmen.
Die 1:3-Niederlage gegen die San Jose Earthquakes war letztlich zu viel. Portland steckt tief im Tabellenkeller der Western Conference fest und hat bereits acht Punkte Rückstand auf die direkten Play-off-Plätze. Für einen Klub mit höheren Ansprüchen eindeutig zu wenig.
Neville zeigte sich nach seinem Aus erstaunlich selbstkritisch:
„Wir sind in einem Ergebnissport, und die Resultate entsprachen nicht den Erwartungen dieses Vereins.“
Der frühere englische Nationalspieler war seit 2023 Trainer in Portland, nachdem er zuvor bereits bei Inter Miami entlassen worden war. Dort hatte er noch mit Stars wie Lionel Messi gearbeitet – beziehungsweise zumindest versucht, Ordnung in das mediale Chaos rund um den Klub zu bringen.
Auch bei den Portland Timbers gab es zunächst positive Ansätze. Unter Neville stellte der Verein sogar einen neuen Torrekord auf und erreichte zweimal die Play-offs. Doch das frühe Ausscheiden und die schwache aktuelle Saison führten nun zum endgültigen Ende seiner Amtszeit.
Timbers-Geschäftsführer Ned Grabavoy bedankte sich zwar höflich für Nevilles Leidenschaft und Einsatz, machte aber gleichzeitig klar, woran es letztlich gescheitert ist:
„Die Ergebnisse blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück.“
Für Neville bleibt damit die Erkenntnis, dass der große Name als Spieler eben noch lange keine Garantie für dauerhaften Erfolg als Trainer ist. Als Profi gewann er mit Manchester United sechs Premier-League-Titel und gehörte zu einer goldenen Generation unter Sir Alex Ferguson. An der Seitenlinie verlief die Karriere bislang deutlich wechselhafter.
Nach Stationen bei der englischen Frauen-Nationalmannschaft, Inter Miami und Portland stellt sich nun die Frage: Wo geht es für Phil Neville weiter?
Im modernen Fußballgeschäft gilt allerdings eine eiserne Regel: Ein ehemaliger Premier-League-Star findet früher oder später meistens wieder einen neuen Trainerjob. Oft schneller, als die Umzugskartons ausgepackt sind.
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