Manchester-United-Kapitän Bruno Fernandes hat deutlich auf die Kritik von Klub-Legende Roy Keane reagiert und ihm vorgeworfen, Aussagen falsch dargestellt zu haben. Der Portugiese erklärte, Keane habe ihm Worte in den Mund gelegt, die er nie gesagt habe.
Auslöser der Auseinandersetzung waren Kommentare Keanes nach dem 3:2-Sieg von Manchester United gegen Nottingham Forest. Der ehemalige United-Kapitän hatte Fernandes vorgeworfen, sich mehr für den Assist-Rekord in der Premier League als für den Erfolg der Mannschaft zu interessieren. Keane sprach sogar von einem „Zirkus“.
Dabei bezog sich der frühere Mittelfeldspieler auf ein Interview von Fernandes nach dem Spiel. Keane behauptete, Fernandes habe gesagt, er hätte in einigen Situationen besser selbst geschossen, stattdessen aber absichtlich Pässe gespielt, um den Assist-Rekord zu erreichen.
Fernandes widersprach nun entschieden. Seine tatsächliche Aussage habe gelautet, dass er in manchen Situationen eher hätte passen sollen, statt selbst abzuschließen. Für ihn sei vor allem der Sieg der Mannschaft wichtig gewesen.
In einem Podcast machte Fernandes deutlich, dass er grundsätzlich mit Kritik umgehen könne. Was ihn jedoch störe, seien falsche Behauptungen:
„Ich akzeptiere Kritik. Aber ich mag es nicht, wenn Menschen lügen oder mir Worte in den Mund legen.“
Der Mittelfeldspieler betonte zugleich seinen Respekt für Roy Keane und dessen Bedeutung für Manchester United. Trotzdem gehe die aktuelle Kritik für ihn zu weit. Fernandes verriet sogar, dass er Ex-Trainer Ole Gunnar Solskjaer nach Keanes Telefonnummer gefragt habe, um persönlich mit ihm darüber zu sprechen.
Sportlich hatte Fernandes eine starke Saison gespielt. Mit 21 Vorlagen stellte er einen neuen Premier-League-Rekord auf und übertraf damit die bisherigen Bestmarken von Thierry Henry und Kevin De Bruyne. Außerdem erzielte er neun Ligatore und führte Manchester United zurück in die Champions League. Dafür wurde er sowohl zum Spieler der Saison der Premier League als auch von den englischen Fußballjournalisten ausgezeichnet.
Roy Keane selbst reagierte nach Fernandes’ Aussagen indirekt mit einem kryptischen Instagram-Post, in dem er ein Bild eines Esels veröffentlichte und schrieb:
„Zu viel Aufmerksamkeit lässt einen Esel glauben, er sei ein Löwe.“
Ob sich die beiden Vereinsikonen tatsächlich noch persönlich aussprechen werden, bleibt offen. Klar ist aber: Zwischen Bruno Fernandes und Roy Keane ist ein öffentlicher Streit entstanden, der bei Manchester United für zusätzliche Unruhe sorgt.
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