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Pentagon-Chef Hegseth nennt Iran-Krieg „Geschenk für die Welt“

BilliTheCat (CC0), Pixabay
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Mit drastischen Worten verteidigt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth den amerikanischen Kurs im Krieg gegen den Iran. Die Blockade in der Straße von Hormus solle so lange andauern, wie es nötig sei.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Krieg der Vereinigten Staaten gegen den Iran als „Geschenk für die Welt“ bezeichnet. Die Aussage fiel bei einer Pressekonferenz im Pentagon am 24. April 2026, wie USA TODAY berichtet.

Hegseth verteidigt harte Linie gegen Iran

Hegseth erklärte, die von den USA verhängte Seeblockade gegen iranische Schifffahrt in der Straße von Hormus sei „eisern“ und werde „so lange wie nötig“ fortgesetzt. Ziel sei es, die nach Darstellung Washingtons bestehende Bedrohung durch den Iran für die globale Sicherheit zu beenden.

Wörtlich sagte Hegseth:

„Wir haben die Kontrolle. Nichts rein, nichts raus.“

Mit Blick auf iranische Aktivitäten sprach der Pentagon-Chef davon, Teheran verhalte sich wie „eine Bande von Piraten“, die Schiffe anderer Staaten kapere.

Iran soll zuletzt zwei Schiffe festgesetzt haben

Nach Angaben Hegseths hatte der Iran in dieser Woche zwei Containerschiffe in der Straße von Hormus festgesetzt. Dabei seien laut Pentagon kleine Schnellboote mit AK-47-Bewaffnung eingesetzt worden.

Parallel dazu sollen US-Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, am 25. April nach Islamabad (Pakistan) reisen, um Gespräche mit iranischen Vertretern über eine mögliche Vereinbarung fortzusetzen.

Scharfe Kritik an Europa und Asien

Bei der Pressekonferenz attackierte Hegseth auch europäische und asiatische Staaten. Diese würden aus Sicht Washingtons beim Schutz der Straße von Hormus „Trittbrett fahren“.

Er sagte, Europa brauche die wichtige Ölroute deutlich mehr als die USA und solle weniger reden und weniger schicke Konferenzen veranstalten – und stattdessen in ein Boot steigen.

Damit spielte Hegseth auf jüngste internationale Planungstreffen unter Führung von Großbritannien und Frankreich an, bei denen Möglichkeiten zur Wiederöffnung der Straße von Hormus diskutiert worden waren.

Blockade zeigt Wirkung – aber nicht vollständig

Nach Angaben des Vorsitzenden der Vereinigten Generalstabschefs, General Dan Caine, wurden seit Beginn der Blockade am 13. April bislang 34 Schiffe zurückgewiesen.

Caine schilderte zudem einen Vorfall vom vergangenen Wochenende: Ein unter iranischer Flagge fahrendes Schiff habe Anweisungen ignoriert. Daraufhin hätten US-Streitkräfte gezielt den Maschinenraum beschossen und das Schiff manövrierunfähig gemacht. Anschließend hätten US-Marines das Schiff per Hubschrauber geentert.

Laut Caine befinden sich das Schiff und seine Besatzung derzeit in US-Gewahrsam.

Zweifel an der vollständigen Wirksamkeit

Trotz der Blockade deuten Schiffsverfolgungsdaten laut Medienberichten darauf hin, dass der Iran weiterhin Teile seines sanktionierten Öls bewegen kann.

Das Analysehaus Lloyd’s List Intelligence spricht demnach von einem anhaltenden Verkehr der sogenannten Schattenflotte. Seit dem 13. April sollen elf Tanker mit iranischer Ladung den Golf von Oman außerhalb der klassischen Route durch die Straße von Hormus verlassen haben.

Fazit

Die Aussagen Hegseths zeigen, wie kompromisslos die US-Regierung ihren Kurs im Iran-Krieg weiter verteidigt.
Gleichzeitig wächst der internationale Druck – nicht nur wegen der militärischen Eskalation, sondern auch wegen der massiven Folgen für Energiepreise, Handel und die globale Schifffahrt.

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