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NFL Draft 2026: Tag zwei bringt neue Hoffnung – und ein paar sehr mutige Wetten

jorono (CC0), Pixabay
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Der zweite Draft-Tag in Pittsburgh gehörte den Teams, die nach der großen Show in Runde eins nun an den eigentlichen Kaderbaustellen arbeiteten. Weniger Glamour, mehr Substanz – also genau der Teil des Drafts, in dem gute General Manager leise gewinnen und schlechte später behaupten, man habe „seinen Mann bekommen“.

49ers holen Tempo für die Offense

Die San Francisco 49ers eröffneten Runde zwei mit Wide Receiver De’Zhaun Stribling von Mississippi. Groß, schnell, explosiv – ein klarer Hinweis darauf, dass man sich auf die Zeit nach Brandon Aiyuk vorbereitet.

Cardinals bauen endlich die Linie

Nach dem umstrittenen Running-Back-Pick von Jeremiyah Love in Runde eins holten die Arizona Cardinals Guard Chase Bisontis. Das wirkt deutlich vernünftiger: Wenn man schon früh einen Running Back nimmt, sollte man ihm wenigstens jemanden vorsetzen, der blocken kann.

Bills und Chiefs suchen Druck auf den Quarterback

Die Buffalo Bills griffen bei T.J. Parker von Clemson zu, die Kansas City Chiefs holten R Mason Thomas von Oklahoma. Beide Teams wollen mehr Pass Rush – also mehr von dem, was in der NFL bekanntlich nie schadet, außer man draftet es falsch.

Browns krempeln Receiver-Raum um

Die Cleveland Browns machten weiter Ernst und holten nach KC Concepcion nun auch Denzel Boston. Der ist groß, stark bei 50:50-Bällen und soll dem künftigen Quarterback helfen – wer auch immer das am Ende sein wird. In Cleveland ist diese Frage traditionell ja eher ein Dauer-Abo als ein Problem.

Steelers mit Lokaldrama und QB-Option

Die Pittsburgh Steelers hatten an Tag zwei besonders viel zu tun. Interessant: In Runde drei kam Quarterback Drew Allar von Penn State. Groß, starker Arm, viel Potenzial – und vielleicht irgendwann eine Option, falls Aaron Rodgers wirklich mal aufhört. Oder schon aufgehört hat. Oder nur kurz meditiert.

Deutsche Note bei den Texans

Spannend aus deutscher Sicht: Die Houston Texans holten Tight End Marlin Klein von Michigan. Der gebürtige Deutsche bringt Größe, Athletik und Entwicklungspotenzial mit. Noch ein Projekt – aber eines mit echter NFL-Physis.

Fazit

Tag zwei des NFL Drafts war weniger Spektakel als Runde eins, aber sportlich vielleicht wichtiger. Viele Teams investierten in Linien, Defense und Tiefe. Die Cardinals wirkten plötzlich vernünftig, die Browns bauen um, die Steelers sammeln Optionen – und die Chiefs vertrauen weiter darauf, dass ihr Coaching aus guten Spielern sehr gute macht.

Kurz gesagt: Runde eins verkauft Träume. Runde zwei entscheidet oft, ob sie überleben.

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