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Novartis greift tief in die Tasche – Krebs soll künftig noch weniger Chancen haben

Myriams-Fotos (CC0), Pixabay
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Wenn Pharmakonzerne den Geldbeutel zücken, dann meist nicht für Rabattaktionen. Der Schweizer Pharmariese Novartis investiert lieber gleich 1,1 Milliarden US-Dollar und übernimmt das britische Biotech-Unternehmen Myricx Bio. Sollten die Forschungsziele erreicht werden, gibt es als Bonus noch einmal bis zu 400 Millionen Dollar obendrauf – gewissermaßen ein Treueprogramm der etwas anderen Art.

Der Grund für den milliardenschweren Einkauf ist schnell erklärt: Krebszellen sind hartnäckig und entwickeln immer wieder Resistenzen gegen bestehende Medikamente. Genau hier setzt Myricx an. Das Unternehmen arbeitet an einer neuen Generation sogenannter Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC), die Tumoren gezielter angreifen und bisherigen Therapien einen Schritt voraus sein sollen.

Novartis spricht erwartungsgemäß davon, die eigene Onkologie-Pipeline zu stärken – ein Begriff, der fast so teuer klingt wie die Übernahme selbst. Hinter dem Marketing steckt allerdings ein ernstes Ziel: Neue Wirkstoffe sollen künftig auch dort helfen, wo bisherige Medikamente an ihre Grenzen stoßen.

Der Abschluss der Übernahme ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen. Bis dahin dürfte man in Basel schon einmal den Scheck unterschrieben und den Rotstift für die nächsten Milliardeninvestitionen gespitzt haben. Denn im weltweiten Wettlauf um neue Krebstherapien gilt offenbar die Devise: Wer zuerst heilt, gewinnt – und wer zuerst kauft, vielleicht auch.

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