Die diplomatische Seifenoper rund um den Iran-Krieg geht in die nächste Staffel: US-Präsident Donald Trump hat die iranische Antwort auf amerikanische Vorschläge für ein Kriegsende als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet – und Teheran reagierte darauf ungefähr so besorgt wie ein Taxifahrer auf einen Strafzettel aus Luxemburg.
„Ich habe gerade die Antwort der sogenannten Vertreter des Iran gelesen. Das gefällt mir nicht“, schrieb Trump auf Truth Social. Übersetzt aus dem Trumpischen bedeutet das in etwa: Der Deal enthält offenbar nicht genug goldene Buchstaben und keine Passage, in der sich Teheran öffentlich bei ihm bedankt.
Schon Stunden zuvor hatte Trump gedroht: „Die werden nicht mehr lange lachen!“ In Teheran dürfte daraufhin vorsorglich geprüft worden sein, ob das Lachen vielleicht doch noch für zwei bis drei Tage reicht.
Der Iran wiederum hatte seine Antwort über Pakistan übermitteln lassen – offenbar nach dem Motto: Wenn schon geopolitischer Hochrisikopoker, dann wenigstens mit diplomatischem Umweg. Laut iranischen Medien konzentriere sich der Vorschlag auf ein Ende der Kampfhandlungen sowie auf die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Also genau jenem Ort, an dem derzeit jede Tankerfahrt aussieht wie eine Mischung aus Geisterbahn und Versicherungsalptraum.
Besonders charmant fiel die Reaktion aus Teheran auf Trumps Kritik aus. Ein iranischer Vertreter erklärte sinngemäß: Wenn Trump unzufrieden sei, könne das eigentlich nur ein gutes Zeichen sein. Niemand im Iran mache sich Pläne, „um Trump zu gefallen“. Eine Aussage, die vermutlich direkt neben dem Revolutionsführer-Zitatkalender aufgehängt wurde.
Israels Premier Benjamin Netanjahu machte derweil klar, dass auch er von Entspannung wenig hält. Der Krieg sei „noch nicht vorbei“, sagte er – schließlich gebe es noch Uran, Raketen, Stellvertretergruppen und vermutlich irgendwo auch noch einen iranischen Schraubenschlüssel, der nicht demontiert wurde.
Wie das hoch angereicherte Uran aus dem Iran entfernt werden soll? „Man geht hin und holt es heraus“, erklärte Netanjahu trocken. Details ließ er offen. Vermutlich möchte man operative Feinheiten nicht schon verraten, bevor die Netflix-Dokumentation dazu produziert ist.
Hinter den Kulissen läuft inzwischen das übliche diplomatische Tauziehen: Der Iran hofft auf Sanktionserleichterungen, Washington auf niedrigere Ölpreise und Trump vor den Midterm-Wahlen vor allem darauf, dass amerikanische Autofahrer an der Zapfsäule nicht endgültig die Nerven verlieren.
Experten sprechen deshalb von einem klassischen Machtpoker. Die entscheidende Frage lautet derzeit weniger, wer militärisch gewinnt – sondern wer wirtschaftlich zuerst mit den Augen rollt.
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