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NHL-Draftlotterie: Toronto gewinnt – und halb Kanada dreht komplett durch

AS_Photography (CC0), Pixabay
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Natürlich. Ausgerechnet die Toronto Maple Leafs gewinnen die Draftlotterie. Das Team, das seit Jahrzehnten zuverlässig zwischen Hoffnung, Drama und emotionalem Zusammenbruch pendelt, darf jetzt plötzlich wieder vom großen Neuanfang träumen.

Zum ersten Mal seit der Wahl von Auston Matthews 2016 besitzt Toronto wieder den ersten Pick im NHL-Draft. Für viele Leafs-Fans fühlt sich das wahrscheinlich an wie Weihnachten, Ostern und Stanley Cup-Parade gleichzeitig – wobei Letzteres in Toronto inzwischen fast als Mythos gilt.

Dabei hatte der Klub gerade erst turbulente Tage hinter sich. Die Vorstellung des neuen General Managers John Chayka verlief eher frostig, Reporter stellten öffentlich infrage, ob die Franchise überhaupt noch einen Plan hat. Einen Tag später fällt dann der Jackpot vom Himmel.

Jetzt dürfen die Leafs zwischen den Mega-Talenten Gavin McKenna und Ivar Stenberg wählen – zwei Spielern, die als potenzielle Franchise-Retter gehandelt werden. In Toronto beginnt damit sofort die übliche Euphoriephase: Dieses Mal wird alles anders. Ganz sicher. Wirklich diesmal.

Auch die San Jose Sharks dürfen jubeln. Nach den Fortschritten rund um Macklin Celebrini landet die Franchise auf Platz zwei und bekommt ebenfalls einen zukünftigen Superstar. Währenddessen basteln die Sharks weiter an einer jungen Mannschaft, die plötzlich wieder nach Zukunft aussieht und nicht mehr nur nach jahrelangem Wiederaufbau.

Nicht überall herrschte allerdings gute Stimmung.

Die Vancouver Canucks bleiben ihrer Draftlotterie-Tradition treu und schaffen es erneut nicht auf Platz eins. Stattdessen rutschen sie sogar auf Rang drei ab. In Vancouver kennt man das inzwischen vermutlich als festen Bestandteil des Lebens – wie Regen oder Playoff-Enttäuschungen.

Richtig bitter verlief der Abend auch für die Chicago Blackhawks. Trotz einer katastrophalen Saison reicht es nur für Pick Nummer vier. Statt eines weiteren Supertalents neben Connor Bedard bleibt den Hawks diesmal nur Frust und die Erkenntnis, dass selbst miserabler Hockey manchmal nicht genug belohnt wird.

Und dann wären da noch die Boston Bruins. Die hatten sich bereits auf Torontos Erstrundenpick gefreut, den sie via Trade erhalten hatten. Problem: Der Pick ist Top-5-geschützt. Bedeutet übersetzt: Boston schaut jetzt erst mal leer aus. Willkommen im Kleingedruckten der NHL.

Immerhin hatte die Liga diesmal bei der TV-Produktion dazugelernt. Nachdem die Draftlotterie im Vorjahr ungefähr so spannend wirkte wie ein Steuerseminar, wurde die Show diesmal deutlich flotter präsentiert. Kleine Fortschritte also – sowohl für die NHL als auch für Toronto.

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