Beim Muttertags-Empfang für Angehörige von Soldaten im Weißen Haus wollte First Lady Melania Trump ihrem Ehemann Donald Trump eigentlich ein emotionales Denkmal setzen. Doch als sie erklärte, die „Empathie“ des Präsidenten gehe weit über seine Rolle als Oberbefehlshaber hinaus, reagierte der Saal nicht etwa mit ehrfürchtigem Schweigen – sondern mit hörbarem Gelächter.
Melania hielt kurz inne, blickte zu Trump zurück, der daraufhin mit einem Schulterzucken reagierte, während die First Lady selbst schmunzeln musste. Spätestens da war klar: Der Satz hatte im Publikum ungefähr dieselbe Wirkung wie die Behauptung, der FC Schalke plane den Gewinn der Champions League.
„Die meisten kennen meinen Mann als starken Commander-in-Chief, aber seine Empathie prägt ihn als fürsorglichen Führer“, sagte Melania tapfer weiter. Ein Satz, der angesichts von Trumps politischem Stil bei vielen Zuhörern offenbar eher unfreiwillige Komik auslöste.
Der Präsident selbst sprach später über den Iran-Konflikt, den er erneut als „kleines Scharmützel“ bezeichnete – obwohl sich die militärische Eskalation längst zu einer globalen Krise entwickelt hat.
Dass ausgerechnet das Wort „Empathie“ an diesem Nachmittag zur Pointe wurde, dürfte symptomatisch für die derzeitige Wahrnehmung des Präsidenten sein. Trump polarisiert wie kaum ein anderer Politiker – und selbst wohlmeinende Komplimente seiner Ehefrau entwickeln inzwischen Stand-up-Qualitäten.
Immerhin blieb Melania professionell. Schließlich ist sie seit Jahren darin geübt, neben Donald Trump Haltung zu bewahren – selbst wenn der Saal lacht.
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