er frühere NFL-Star Chris Johnson hat seine Erkrankung an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) öffentlich gemacht. Der ehemalige Running Back der Tennessee Titans erklärte in einem Interview mit der US-Sendung Good Morning America, dass die Diagnose bereits im vergangenen Jahr gestellt wurde.
Der heute 40-Jährige berichtete, dass es in seiner Familie keine bekannten ALS-Fälle gebe. Ärzte gehen deshalb von einer sogenannten sporadischen Form der Erkrankung aus – der häufigsten Variante der unheilbaren Nervenerkrankung.
„Zunächst steht man unter Schock. Doch irgendwann merkt man, dass man zwei Möglichkeiten hat: aufzugeben oder zu kämpfen. Ich habe mich entschieden zu kämpfen“, sagte Johnson.
Einer der spektakulärsten Running Backs seiner Generation
Chris Johnson zählt zu den schnellsten und explosivsten Running Backs der NFL-Geschichte. Berühmt wurde er vor allem durch seine Saison 2009, als er als erst sechster Spieler überhaupt die Marke von 2.000 Rushing Yards in einer Spielzeit durchbrach.
Mit 2.006 Laufyards und insgesamt 2.509 Yards Raumgewinn stellte er damals einen NFL-Rekord auf und erhielt den Spitznamen „CJ2K“.
Während seiner zehnjährigen NFL-Karriere spielte Johnson für die Tennessee Titans, die New York Jets und die Arizona Cardinals. Insgesamt erzielte er 9.651 Laufyards und 55 Touchdowns.
Unterstützung aus der NFL
Nach Bekanntwerden der Diagnose erhielt Johnson zahlreiche Genesungswünsche aus der Football-Welt. Auch die Tennessee Titans reagierten mit einer emotionalen Erklärung.
Clubbesitzerin Amy Adams Strunk würdigte den ehemaligen Publikumsliebling als einen Spieler, der die Geschichte der Franchise nachhaltig geprägt habe.
„Chris Johnson hat auf und neben dem Spielfeld außergewöhnliche Spuren hinterlassen. Wir werden ihn und seine Familie auf diesem schweren Weg unterstützen“, erklärte sie.
Was ist ALS?
Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine fortschreitende Erkrankung des Nervensystems. Dabei sterben die Nervenzellen ab, die für die Steuerung der Muskulatur verantwortlich sind. Die Krankheit führt schrittweise zu Muskelschwäche, Lähmungen sowie Einschränkungen beim Sprechen, Schlucken und Atmen.
Eine Heilung gibt es bislang nicht. Medikamente können den Krankheitsverlauf lediglich verlangsamen. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörden leben viele Betroffene nach dem Auftreten der ersten Symptome noch drei bis fünf Jahre, einzelne Patienten jedoch deutlich länger.
Zu den bekanntesten Sportlern mit ALS zählen Baseball-Legende Lou Gehrig, Football-Ikone Steve Gleason sowie der frühere NFL-Linebacker O.J. Brigance.
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