Während sich der gewöhnliche New Yorker weiter tapfer durch Hupkonzerte, Baustellen und Stauhöllen Richtung Flughafen quält, testet man in Manhattan jetzt die Zukunft:
elektrische Flugtaxis.
Das Unternehmen Joby Aviation hat erstmals Demonstrationsflüge zwischen Manhattan und dem JFK-Airport durchgeführt. Die Botschaft ist klar:
Warum sich zwei Stunden im Verkehr quälen, wenn man auch in unter zehn Minuten elegant über die Stadt schweben kann?
Klingt futuristisch. Klingt klimafreundlich. Klingt auch ein bisschen wie:
„Der Stau ist nicht das Problem – nur die Tatsache, dass ihr ihn euch leisten müsst.“
Vom Helikopter für Reiche zum Drohnen-Shuttle für Gutverdiener
Die vollelektrischen Fluggeräte sehen aus wie eine Mischung aus Helikopter, XXL-Drohne und Silicon-Valley-Fiebertraum. Sie starten senkrecht, fliegen leiser als Helikopter und produzieren laut Hersteller im Betrieb keine Emissionen.
Kurz gesagt:
Die perfekte Lösung für Menschen, die Nachhaltigkeit lieben – solange sie dabei nicht mit der U-Bahn fahren müssen.
Fünf Personen passen rein, inklusive Pilot. Also genug Platz für einen Hedgefonds-Manager, zwei Berater, einen Start-up-Gründer und jemanden, der erklärt, warum das alles „disruptiv“ ist.
Blade, Uber, Delta – natürlich ist die Zukunft nicht für alle gedacht
Besonders beruhigend: Joby besitzt bereits einen Helikopter-Ridesharing-Anbieter und arbeitet mit Delta und Uber zusammen.
Wenn also künftig vom „urbanen Mobilitätswandel“ die Rede ist, heißt das übersetzt vermutlich:
Der Himmel wird zum Premium-Streifen für alle, denen selbst der Business-Class-Transfer noch zu bodennah war.
Behörden testen schon mal die schöne neue Luftverkehrswelt
Die Flüge sind Teil eines offiziellen Testprogramms der US-Luftfahrtbehörde FAA.
Man sammelt Daten, entwickelt Regeln und bereitet die Zertifizierung vor.
Oder anders gesagt:
Erst fliegt das Zukunftsversprechen über Manhattan, dann schaut der Staat, wie man das Ganze halbwegs sicher und juristisch verwertbar bekommt.
Fazit
New York testet elektrische Flugtaxis als schnelle Verbindung zum Flughafen.
Offiziell ist das ein Meilenstein moderner Mobilität.
Inoffiziell ist es vorerst vor allem dies:
Der Beweis, dass man selbst Verkehrsprobleme in Luxusprodukte verwandeln kann.
Oder noch kürzer:
Der Stau bleibt unten – die Besserverdienenden fliegen drüber.
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