Startseite Allgemeines Neue Warnung des Surgeon General schlägt Alarm wegen Risiken von Bildschirmzeit für Kinder und Jugendliche
Allgemeines

Neue Warnung des Surgeon General schlägt Alarm wegen Risiken von Bildschirmzeit für Kinder und Jugendliche

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
Teilen

Eine neue gesundheitliche Empfehlung warnt davor, dass übermäßige Bildschirmzeit bei Kindern und Jugendlichen schädlich sein kann und inzwischen als Problem der öffentlichen Gesundheit betrachtet wird.

Dazu zählen unter anderem:

  • endloses Scrollen in sozialen Medien
  • ständiges Schreiben von Nachrichten
  • stundenlanges Videospielen
  • intensive Nutzung von Smartphones und Tablets

Die Empfehlung erklärt, dass viele Kinder bereits vor ihrem ersten Geburtstag mit Bildschirmen in Kontakt kommen. Mit zunehmendem Alter steigt die Nutzung stark an. Jugendliche verbringen teilweise mehr Zeit vor Bildschirmen als mit Schlafen oder in der Schule.

Im Durchschnitt verbringen Teenager vier oder mehr Stunden täglich vor Bildschirmen. Fast die Hälfte gibt an, die Kontrolle über die eigene Handy-Nutzung zu verlieren.

Mögliche Folgen übermäßiger Bildschirmzeit sind:

  • schlechterer Schlaf
  • schwächere schulische Leistungen
  • weniger körperliche Aktivität
  • schlechtere soziale Beziehungen im echten Leben

Die Empfehlung enthält außerdem Richtlinien zur Begrenzung der Bildschirmzeit:

  • keine Bildschirmzeit für Kinder unter 18 Monaten
  • weniger als eine Stunde täglich für Kinder unter 6 Jahren
  • maximal zwei Stunden täglich für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren

Eltern wird empfohlen:

  • einen Familien-Medienplan zu erstellen
  • klare Regeln für Geräte und Inhalte festzulegen
  • gesunde Bildschirmgewohnheiten vorzuleben
  • Kinder zuerst Hausaufgaben und andere Aktivitäten erledigen zu lassen

Auch Schulen sollen Handy-Einschränkungen einführen und mehr Aufgaben auf Papier statt digital vergeben. Ärzte sollen die Bildschirmnutzung bei Vorsorgeuntersuchungen ansprechen.

Gleichzeitig betonen Experten, dass nicht jede Bildschirmnutzung schädlich ist. Bildungsangebote oder soziale Kontakte im Internet können auch positive Auswirkungen haben. Entscheidend sei vor allem:

  • wie lange Kinder Bildschirme nutzen
  • welche Inhalte konsumiert werden
  • ob die Nutzung kontrolliert bleibt

Besonders problematisch wird Bildschirmzeit laut der Empfehlung dann, wenn Kinder oder Jugendliche die Kontrolle verlieren, trotz negativer Folgen weitermachen oder starke emotionale Reaktionen beim Wegnehmen von Geräten zeigen.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Endlich wieder WGT! Ein alter Szene-Hase blickt aufs wohl stärkste Line-up seit Jahren

Für Außenstehende ist es einfach nur ein Festival. Für viele von uns...

Allgemeines

UEFA kassiert Millionen – Leipzig zahlt die Sicherheit?

Zum Finale der Conference League verwandelt sich Leipzig tagelang in eine Hochsicherheitszone....

Allgemeines

Sachsens Fahrlehrer schlagen Alarm – oder eher die Kasse?

Die geplante Führerscheinreform der Bundesregierung sorgt in Sachsen für ordentlich Gegenwind. Künftig...

Allgemeines

Trump verbreitet falsche Angaben über Preise vor dem Iran-Krieg

Die durch den Krieg mit dem Iran verursachten Preissteigerungen haben viele Amerikaner...