Der NBA-Draft 2026 war vor allem eines: vorhersehbar. Während die ersten vier Picks praktisch schon Wochen vor der Veranstaltung feststanden, begann die eigentliche Spannung erst danach. Experten hatten die Draft-Klasse jedoch bereits im Vorfeld als eine der tiefsten der vergangenen Jahre eingeschätzt – insbesondere auf den Guard-Positionen.
Washington bekommt seinen Wunschspieler
Mit dem ersten Pick sicherten sich die Washington Wizards erwartungsgemäß AJ Dybantsa. Der vielseitige Flügelspieler gilt als moderner NBA-Prototyp: athletisch, dynamisch und mit der Fähigkeit, sich selbst Würfe zu kreieren.
Zusammen mit den erfahrenen Stars Trae Young und Anthony Davis wollen die Wizards künftig wieder eine größere Rolle in der Liga spielen.
Utahs jahrelanges Verlieren zahlt sich aus
Die Utah Jazz erhalten mit Darryn Peterson einen der offensiv stärksten Spieler des Jahrgangs. Nach einer enttäuschenden Saison könnte Utah bereits in der kommenden Spielzeit den Sprung zurück in Richtung Playoffs schaffen.
Lakers sichern sich das Schnäppchen des Drafts
Besonders zufrieden dürften die Los Angeles Lakers sein. Mit Cameron Carr holten die Kalifornier einen Spieler, den viele Experten deutlich früher erwartet hatten.
Der Guard überzeugte im College nicht nur mit Athletik, sondern auch mit einer starken Dreierquote. Neben Luka Dončić könnte Carr schon früh wichtige Minuten erhalten.
Michigan räumt ab
Großer Gewinner des Abends war auch das Basketballprogramm der University of Michigan. Gleich drei Spieler wurden in der Lottery ausgewählt.
Morez Johnson Jr., Yaxel Lendeborg und Aday Mara fanden allesamt früh neue NBA-Arbeitgeber.
Milwaukee startet die Zeit nach Giannis
Die Milwaukee Bucks arbeiten nach dem Abgang von Giannis Antetokounmpo am Neuaufbau. Mit Brayden Burries und Nate Ament kamen zwei vielversprechende Talente, die den Grundstein für eine neue Ära legen sollen.
Die Verlierer des Abends
Für echte Überraschungen war im Draft kaum Platz. Die meisten Teams hielten sich an die Erwartungen der Experten. Wer auf spektakuläre Trades oder sensationelle Picks gehofft hatte, wurde enttäuscht.
Besonders bitter verlief der Abend für Labaron Philon Jr.. Der Guard galt als Kandidat für die Top 15, rutschte aber bis zu den Philadelphia 76ers auf Position 22 durch.
Auch für Isaiah Hartenstein könnte der Draft Folgen haben. Die Oklahoma City Thunder verpflichteten mit dem 2,21 Meter großen Spanier Aday Mara einen weiteren Center. Angesichts der angespannten Gehaltsstruktur könnte Hartenstein damit mittelfristig zum Verkaufskandidaten werden.
College-Basketball verliert erneut seine Stars
Ein weiterer Trend setzt sich fort: Die besten Talente verlassen die Universitäten immer früher. Die ersten acht ausgewählten Spieler waren allesamt College-Frischlinge. Trotz lukrativer NIL-Verträge an den Universitäten bleibt die NBA für die größten Talente das klare Ziel.
Der NBA-Draft 2026 brachte zwar keine spektakulären Überraschungen, dafür aber jede Menge Talent. Ob die Prognosen stimmen, wird sich jedoch wie immer erst auf dem Parkett zeigen.
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