Es gibt Transfers. Es gibt Mega-Transfers. Und dann gibt es jene Deals, bei denen NBA-Fans erst einmal dreimal auf die Meldung schauen, weil sie glauben, jemand habe seinen Account gehackt.
Genau in diese Kategorie fällt der Wechsel von Giannis Antetokounmpo zu den Miami Heat.
Nach 13 Jahren in Milwaukee, zwei MVP-Titeln, einer Meisterschaft und gefühlt 17.000 zerstörten Basketballkörben endet die Ära des „Greek Freak“ bei den Bucks.
Milwaukee verabschiedet damit nicht nur seinen besten Spieler, sondern praktisch die halbe Vereinsgeschichte der vergangenen Dekade.
Miami bestellt einen Superstar – Milwaukee erhält ein Überraschungspaket
Im Gegenzug bekommt Milwaukee ein Paket aus Spielern, Talenten und Draft-Picks, das ungefähr so aussieht, als hätte jemand den Inhalt mehrerer NBA-Manager-Modi auf „zufällig“ gestellt.
Tyler Herro, Kel’el Ware, Jaime Jaquez Jr., Kasparas Jakucionis und mehrere Draft-Picks wechseln zu den Bucks.
Anders formuliert:
Miami gab alles ab, was nicht festgeschraubt war.
Pat Riley macht wieder Pat-Riley-Dinge
Während andere General Manager monatelang über Gehaltsobergrenzen, Luxussteuer und langfristige Kaderplanung philosophieren, sitzt Heat-Boss Pat Riley offenbar irgendwo in Florida, zieht an seiner Sonnenbrille und denkt:
„Warum entwickeln wir Talente, wenn wir einfach Giannis holen können?“
Kurz darauf landet einer der besten Basketballspieler der Welt in Miami.
Business as usual.
Milwaukee entdeckt den Reset-Knopf
Für die Bucks beginnt dagegen eine neue Zeitrechnung.
Die Fans erinnern sich noch an die Jahre vor Giannis wie Archäologen an die Bronzezeit.
Nun startet das Franchise erneut bei null – nur diesmal ohne den Mann, der 2021 die 50-jährige Titel-Durststrecke beendete und im entscheidenden Finalspiel nebenbei 50 Punkte erzielte.
Manche Vereine verlieren einen Spieler.
Milwaukee verliert eine Statue, die zufällig Basketball spielen konnte.
Miami wird plötzlich sehr ungemütlich
Für die Konkurrenz im Osten ist die Nachricht weniger erfreulich.
Denn die Heat haben jetzt einen 2,11 Meter großen Ausnahmeathleten, der verteidigt wie ein Berserker, angreift wie ein Güterzug und dabei aussieht, als würde er gerade einen lockeren Sonntagsspaziergang machen.
Das dürfte die Vorfreude bei Boston, New York und Philadelphia ungefähr auf das Niveau einer Wurzelbehandlung drücken.
Fazit
Der spektakulärste NBA-Transfer seit Luka Dončićs Wechsel zu den Lakers?
Durchaus möglich.
Milwaukee verliert seine größte Ikone seit Kareem Abdul-Jabbar.
Miami bekommt einen der komplettesten Spieler seiner Generation.
Und irgendwo in Wisconsin sitzt vermutlich ein Bucks-Fan vor dem Fernseher, starrt ins Leere und fragt sich:
„Kann man eigentlich auch ganze Erinnerungen in Draft-Picks umtauschen?“
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