Großbritannien hat seine letzten Anteile an der NatWest Group verkauft – ein symbolisches Ende der Bankenrettung nach der Finanzkrise 2008. Damals pumpte der Staat über 45 Milliarden Pfund in die Royal Bank of Scotland (RBS), heute Teil von NatWest, um den Kollaps des Bankensystems zu verhindern.
Warum dauerte der Rückzug 17 Jahre?
RBS war stark international verflochten, besonders mit risikoreichen US-Hypothekengeschäften. Erst 2018 zahlte die Bank eine Milliardenstrafe in den USA. Zudem war RBS über Jahre hinweg nicht profitabel – erst ab 2017 schrieb sie wieder schwarze Zahlen. Ein Verkauf zu früheren Zeitpunkten hätte politische Kritik wegen hoher Verluste ausgelöst: Rund 10 Milliarden Pfund Verlust bleiben für den Steuerzahler bestehen.
Sind Banken heute stabiler?
Ja – striktere Eigenkapitalvorgaben, geringere Verschuldung und regelmäßige Stresstests der Bank of England machen einen Kollaps unwahrscheinlicher. Notfallinstrumente, etwa die Übernahme von Vermögenswerten oder Liquiditätshilfen, sollen helfen, Bankenabwicklungen ohne Steuergelder zu ermöglichen.
Neue Risiken bleiben:
– Cyberangriffe auf zentrale Systeme (Gehälter, Geldautomaten, Kredite) sind eine reale Bedrohung.
– Digitale Bankruns: Kunden können per Klick massenhaft Geld abziehen, wie Fälle in den USA (z. B. Silicon Valley Bank) zeigen.
Fazit: Die Banken sind heute deutlich widerstandsfähiger – aber nicht unverwundbar. Ein stabiler Finanzsektor bleibt essenziell, denn Banken sind das Herz-Kreislaufsystem der Wirtschaft.
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