Aus einem prestigeträchtigen Netflix-Projekt wurde einer der spektakulärsten Betrugsfälle der Filmbranche. Der US-Regisseur Carl Erik Rinsch ist von einem Gericht in New York zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er Millionenbeträge zweckentfremdet hatte.
Nach Überzeugung des Gerichts erhielt der heute 48-Jährige von Netflix insgesamt rund 55 Millionen US-Dollar für die Produktion der Science-Fiction-Serie „White Horse“. Als das Projekt ins Stocken geriet, überwies der Streamingdienst weitere 11 Millionen Dollar, die nach Angaben von Rinsch dringend für die Fertigstellung der Serie benötigt wurden.
Doch statt die Dreharbeiten voranzutreiben, soll der Regisseur das Geld auf private Konten transferiert und damit riskante Börsen- und Kryptowährungsgeschäfte finanziert haben. Nachdem er zunächst Millionen verlor, investierte er erneut – und gab erhebliche Summen für Luxusgüter aus. Laut Staatsanwaltschaft kaufte er unter anderem mehrere Rolls-Royce, teure Designermöbel und Luxusmatratzen im Wert von mehreren Hunderttausend Dollar.
Von der angekündigten Serie bekam Netflix dagegen nie eine fertige Staffel zu sehen.
Vor Gericht räumte Rinsch Fehler ein und entschuldigte sich. Er sprach von einem Missverständnis und erklärte, er habe geglaubt, das Geld während der Corona-Pandemie flexibel für das Projekt einsetzen zu dürfen. Die Geschworenen folgten dieser Darstellung jedoch nicht und verurteilten ihn wegen Betrugs und Geldwäsche.
Neben der Haftstrafe ordnete das Gericht die Einziehung von 11 Millionen US-Dollar sowie eine dreijährige Bewährungsaufsicht nach der Haft an.
Für Netflix endet damit ein kostspieliges Kapitel. Der Fall gilt als einer der größten Betrugsskandale in der Geschichte des Streaming-Unternehmens und zeigt, dass selbst in Hollywood Millionenbudgets keine Garantie für eine erfolgreiche Produktion sind. Statt einer erfolgreichen Science-Fiction-Serie bleibt am Ende vor allem eine Geschichte über Gier, Größenwahn und den Missbrauch fremden Vertrauens.
Oh, Oranje! Da war der WM-Titel schon gedanklich auf den Grachten unterwegs...
BeiDie RedaktionDienstag, 30.06.2026Handelsregister: Unternehmen verlegt Sitz nach Frankfurt am Main Im Handelsregister ist eine...
BeiDie RedaktionDienstag, 30.06.2026Man glaubt ja, im Gerichtssaal werde über Gesetze gestritten. In Dresden offenbar...
BeiDie RedaktionDienstag, 30.06.2026Keine Sorge, Robert Lewandowski ist topfit. Aber Fußball-Rentner wird man heutzutage eben...
BeiDie RedaktionDienstag, 30.06.2026
Kommentar hinterlassen