Startseite Allgemeines Auch Holland fährt nach Hause-Oranje stolpert – Marokko serviert den Elfmeter-Minztee eiskalt
Allgemeines

Auch Holland fährt nach Hause-Oranje stolpert – Marokko serviert den Elfmeter-Minztee eiskalt

Chickenonline (CC0), Pixabay
Teilen

Oh, Oranje! Da war der WM-Titel schon gedanklich auf den Grachten unterwegs – und dann kommt Marokko und zieht einfach den Stecker. Die Niederlande verabschieden sich nach einem 2:3 im Elfmeterschießen aus dem Turnier und lernen einmal mehr: Ballbesitz gewinnt keine Nerven.

Dabei schien alles nach Drehbuch zu laufen. Cody Gakpo brachte Oranje in Führung und sorgte mit seinem emotionalen Jubel für einen der bewegendsten Momente dieser Weltmeisterschaft. Ein Tor, das angesichts seines persönlichen Schicksals weit über den Fußball hinausging und selbst neutrale Zuschauer berührte.

Doch Fußball wäre nicht Fußball, wenn er nicht im richtigen Moment den Chaos-Modus aktivieren würde.

Während die Niederländer bereits die Hotelbuchung fürs Achtelfinale prüfen wollten, hatte Marokko andere Pläne. Issa Diop köpfte in letzter Minute zum Ausgleich ein und erinnerte Oranje daran, dass ein Spiel erst vorbei ist, wenn der Schiedsrichter pfeift – und nicht, wenn die Fans anfangen zu feiern.

In der Verlängerung wurde Torhüter Bart Verbruggen zum menschlichen Fliegenfänger und hielt seine Mannschaft mehrfach im Rennen. Vorne allerdings herrschte wieder das bekannte holländische Motto: „Schön gespielt, leider vergessen zu treffen.“

Dann kam das Elfmeterschießen. Für Freunde gepflegter Nervenzusammenbrüche ein Fest.

Die Niederländer schossen mal an den Pfosten, mal vorbei und zwischendurch direkt in die Hände von Bono. Marokko machte es zwar ebenfalls spannend, behielt aber am Ende die Ruhe.

Und dann trat ausgerechnet Ismael Saibari an – jener Offensivspieler, der angeblich bald beim FC Bayern unterschreiben soll. Während halb München vermutlich schon den Vertrag ausdruckt, schob Saibari den entscheidenden Elfmeter eiskalt ins Netz und schickte Oranje nach Hause.

Die Niederlande können sich nun immerhin trösten: Sie müssen keine Flugtickets mehr für das Achtelfinale buchen.

Marokko dagegen marschiert völlig verdient weiter – ungeschlagen, leidenschaftlich und mit beeindruckender Moral. Im Achtelfinale wartet Gastgeber Kanada. Und spätestens jetzt dürfte jeder Gegner wissen: Diese Mannschaft kommt nicht nur zum Mitspielen. Sie kommt, um Träume platzen zu lassen. Heute waren es eben die in Orange.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Interview: BaFin rügt Mutares – Welche Folgen hat die Fehlerfeststellung? Rechtsanwalt Daniel Blazek ordnet ein

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat den Jahresabschluss 2023 der Mutares SE...

Allgemeines

Emerging Global Ops 1 GmbH & Co. KG geschl. InvKG früher Deutsche Finance Individualstruktur Nr. 1 GmbH & Co. KG

Handelsregister: Unternehmen verlegt Sitz nach Frankfurt am Main Im Handelsregister ist eine...

Allgemeines

Wenn Richter Zeitung spielen wollen – Dresden schreibt Justiz-Geschichte

Man glaubt ja, im Gerichtssaal werde über Gesetze gestritten. In Dresden offenbar...

Allgemeines

Für Lewandowski beginnt das Rentnerleben!

Keine Sorge, Robert Lewandowski ist topfit. Aber Fußball-Rentner wird man heutzutage eben...