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Für Lewandowski beginnt das Rentnerleben!

Siegella (CC0), Pixabay
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Keine Sorge, Robert Lewandowski ist topfit. Aber Fußball-Rentner wird man heutzutage eben nicht mehr mit 65 – sondern mit einem Vertrag in der MLS.

Nach unzähligen Toren für Dortmund, Bayern und Barcelona hat sich der 37-Jährige jetzt für den wohl härtesten Gegner seiner Karriere entschieden: den amerikanischen Sommer, endlose Flugreisen und Verteidiger, die vor dem Spiel erst einmal fragen: „Robert… und was machst du beruflich?“

Chicago Fire präsentierte seinen neuen Superstar natürlich standesgemäß als Weltstar. In Europa nennt man das Königstransfer, in den USA heißt es Marketing-Offensive mit Instagram-Feuerwerk.

Lewandowski selbst blieb gewohnt cool. Sein erster Satz lautete lediglich: „Hallo Chicago Fire.“

Mehr Worte braucht es auch nicht. Jeder weiß schließlich, was das bedeutet:

Willkommen im fußballerischen Vorruhestand.

Natürlich wird jetzt wieder erklärt, die MLS sei sportlich enorm gewachsen. Stimmt auch. Aber mal ehrlich:

Wer jahrelang gegen Real Madrid, Atlético oder den FC Sevilla gespielt hat und plötzlich auf den Real Salt Lake, Austin FC oder Sporting Kansas City trifft, merkt schon, dass der Puls ein klein wenig sinkt.

Dafür steigen andere Werte.

Zum Beispiel das Gehalt.

Und die Wahrscheinlichkeit, nach dem Spiel noch entspannt mit der Familie Burger essen zu gehen, ohne dass halb Europa über die vergebene Großchance diskutiert.

Besonders pikant: Schon bald könnte Lewandowski auf seinen alten Bayern-Kumpel Thomas Müller treffen. Das wird dann weniger ein Spitzenspiel als vielmehr ein Klassentreffen zweier Bundesliga-Legenden.

Fehlt eigentlich nur noch Manuel Neuer als Torwart und Jérôme Boateng als Ehrengast beim Barbecue.

Für Chicago ist Lewandowski natürlich ein Glücksgriff. Rund 900.000 Menschen mit polnischen Wurzeln leben in der Region. Die Trikots dürften sich verkaufen wie Hotdogs beim Baseball.

Und Lewandowski?

Der wird vermutlich auch in den USA weiter Tore am Fließband schießen. Denn eines kann man ihm wirklich nicht vorwerfen: Er hat das Toreschießen nie verlernt.

Die Wahrheit ist aber auch: Die MLS ist inzwischen das schönste Altersheim des Weltfußballs.

Dort trifft man alte Bekannte wieder, genießt das Leben, verdient hervorragend – und spielt Fußball, ohne dass nach jeder Niederlage gleich eine nationale Krise ausgerufen wird.

Robert Lewandowski hat also keinen Karriereknick erlebt. Er hat lediglich den wohl luxuriösesten Ruhestand der Fußballgeschichte angetreten.

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