Startseite Allgemeines Mainz 05: Wir sollten nur noch auswärts spielen! Zu Hause gibt’s offenbar nur Herzinfarkte statt Punkte!
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Mainz 05: Wir sollten nur noch auswärts spielen! Zu Hause gibt’s offenbar nur Herzinfarkte statt Punkte!

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay
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Liebe Nullfünfer, ich habe einen Vorschlag: Wir verkaufen unsere Heimspielrechte, vermieten die MEWA Arena für Hochzeiten und Firmenfeiern und spielen künftig nur noch auswärts! Denn was unsere Mannschaft daheim veranstaltet, ist langsam nichts mehr für Menschen mit einem normalen Blutdruck. 2:3 gegen Werder Bremen – und ich frage mich ernsthaft, was wir unserem schönen Stadion eigentlich angetan haben.

Auswärts? Da sind wir eine Macht! Drei Spiele, neun Punkte. Zu Hause? Da verteilen wir Gastgeschenke, als wäre schon Weihnachten.

Und gegen Bremen haben wir besonders großzügig angefangen.

Zwei Elfmeter in 25 Minuten – Mainz, die freundliche Gastgeberstadt!

Siebte Minute: Elfmeter für Bremen. Niclas Füllkrug trifft. 0:1.

Da denkt man als Mainzer noch: Ärgerlich, aber wir haben ja 83 Minuten Zeit.

  1. Minute: Wieder Elfmeter. Wieder Füllkrug. Wieder Tor.

0:2!

Ich hätte dem guten Niclas am liebsten gleich einen Geschenkkorb überreicht. Offenbar wollten wir ihm seinen Nachmittag möglichst angenehm gestalten.

Lieber Urs Fischer, vielleicht sollten wir im Training einmal darüber sprechen, dass der eigene Strafraum kein Streichelzoo ist, in dem man gegnerische Spieler unbedingt anfassen muss.

Caci macht Hoffnung – und ich werde wieder leichtsinnig!

Dann kam Anthony Caci und erzielte in der 33. Minute das 1:2.

Plötzlich war wieder Leben in der Bude! Mainz kämpfte, kombinierte und erspielte sich Chancen.

Und ich? Ich machte den klassischen Mainzer Fanfehler: Ich bekam Hoffnung!

Nach der Pause dann der nächste Dämpfer. Ludovit Reis trifft in der 61. Minute zum 1:3.

Ich war gerade dabei, innerlich mit dem Spiel abzuschließen, da köpft Jae-sung Lee zwei Minuten später zum 2:3 ein.

Natürlich! Einfach können wir ja nicht!

Also wieder zittern, hoffen, aufstehen, hinsetzen und Richtung Fernseher schimpfen.

Aber der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.

Lieber Urs Fischer, können wir das nächste Heimspiel nicht einfach in Schalke austragen?

Ganz ehrlich: An mangelndem Kampfgeist hat es nicht gelegen. Unsere Jungs haben sich gewehrt und bis zum Schluss alles versucht.

Aber diese unnötigen Gegentore machen uns das Leben unglaublich schwer.

Und jetzt kommt die eigentliche Verrücktheit: Auswärts holen wir einen Sieg nach dem anderen, während wir zu Hause auf den nächsten Dreier warten.

Vielleicht sollten wir vor Heimspielen künftig einfach mit dem Mannschaftsbus dreimal um Mainz fahren und den Spielern anschließend erzählen, wir seien gerade in Dortmund angekommen.

Möglicherweise funktioniert es dann!

Mein Fazit als völlig gestresster Nullfünfer

Unsere Mannschaft hat Qualität. Das zeigen die Auswärtssiege. Und auch gegen Bremen gab es genügend gute Ansätze.

Aber wir müssen endlich aufhören, unsere Heimspiele mit freundlichen Geschenken an den Gegner zu beginnen.

Mein Vorschlag: Ab sofort nur noch Auswärtsspiele!

Die MEWA Arena machen wir zum Trainingszentrum, den Heimspielrasen vermieten wir an Hobbygärtner und unsere Jungs fahren jedes Wochenende irgendwohin, wo sie offenbar besser Fußball spielen können.

Liebe Nullfünfer, ich bleibe euch natürlich treu. Auch beim nächsten Heimspiel.

Aber eine Bitte habe ich:

Könnt ihr vielleicht einmal gewinnen, ohne dass ich vorher meine komplette Hausapotheke durchsortieren muss?

Mainz bleibt Mainz. Wir leiden, wir schimpfen, wir hoffen – und am Ende kommen wir doch wieder!

Nur der FSV! Und nächstes Mal bitte drei Punkte statt drei Gegentore!

 

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