Startseite Allgemeines Mail eines Users in Sachen: Pre-Market IPO AG / MDE Finance AG (Schweiz)
Allgemeines

Mail eines Users in Sachen: Pre-Market IPO AG / MDE Finance AG (Schweiz)

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
Teilen

Nicht zu Unrecht warnen wir immer wieder vor Investmentangeboten aus der Schweiz. Auch bei diesem Betrug hat das Unternehmen wieder eine Schweizer Adresse, erneut in Zürich und natürlich eine virtuelle Adresse. Hier nun die Schilderung eines Users, wie er den Betrugsversuch erlebt hat.

+++++++++++++++++++++++

Kürzlich hatte ich ein höchst dubioses Erlebnis im Zusammenhang mit dem Börsengang des Elektronikkonzerns ARM. Ein Anrufer bot mir Ende August telefonisch die Möglichkeit, IPO-Aktien zu erwerben. Das Angebot klang zunächst verlockend, zumal diese Aktien nicht durch meine regulären Bankkanäle oder Internet-Broker verfügbar waren. Allerdings wuchsen meine Bedenken, als ich aufgefordert wurde, Geld auf ein niederländisches Konto eines obskuren Internetversandhandels zu überweisen.

Nach Kontaktaufnahme mit den Schweizer Aufsichtsbehörden und dem Internet-Sonderdezernat der Polizei wurde mir geraten, das Geld nicht zu überweisen. Die Ermittlungsbehörden bestätigten mir, dass die Betrugsoperation sehr raffiniert ausgeführt ist, aber die grenzüberschreitenden Elemente ihre Eingriffsmöglichkeiten einschränken.

Überraschenderweise erhielt ich heute erneut einen Anruf von einer Person, die sich als Vertreter der „Pre-Market IPO“ ausgab. Man versuchte, meine anfänglichen Bedenken mit der Behauptung zu zerstreuen, dass sie mit der MDE Finanz AG assoziiert seien, die über eine Handelsregisternummer verfügt. Auf meine Skepsis gegenüber der niederländischen Treuhandfirma reagierte der Anrufer allerdings schnell und signalisierte, dass er das Aktienkontingent anderweitig vergeben würde.

Meine Versuche, die Angelegenheit bei der Schweizer FINMA offiziell zu melden, haben bisher keinen ersichtlichen Erfolg gezeigt. Dies ist besonders beunruhigend, da auf der Website der Pre-Market-IPO explizit Aktienhandel und weitere Finanzdienstleistungen angeboten werden.

Bei mir ging es zwar „nur“ um 5.000 Euro, die ich glücklicherweise nicht überwiesen habe, aber ich befürchte, dass es Fälle geben könnte, in denen es um weitaus höhere Beträge geht. Trotz meiner Meldung sind sowohl die Website als auch die Täter weiterhin aktiv. Es ist frustrierend, dass trotz meiner Anstrengungen weder die Polizei noch die Schweizer Behörden der Sache nachgehen. Es ist dringend an der Zeit, solchen betrügerischen Aktivitäten ein Ende zu setzen!

Falls gewünscht, kann ich weitere dokumentarische Belege für diese Angelegenheit bereitstellen. Es ist höchste Zeit, gegen diese offenkundige Betrugsmasche vorzugehen und potenzielle Opfer zu schützen.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Auf der Suche nach Chinas berühmtestem Grüntee

Longjing-Tee gilt als einer der edelsten Grüntees Chinas. Seit Jahrhunderten wird er...

Allgemeines

Harry und Meghan produzieren Afghanistan-Kriegsfilm für Netflix

Prinz Harry und Herzogin Meghan arbeiten an einem neuen Filmprojekt für Netflix...

Allgemeines

Royals vor Finanz-Kürzung: Viel Symbolik, wenig echte Veränderung?

Die britische Monarchie steht vor ihrer ersten größeren Finanzierungskürzung seit Jahren. Nach...

Allgemeines

15-Jähriger in Frankreich erschossen – Behörden vermuten Drogenkrieg

In der westfranzösischen Stadt Nantes ist ein 15-jähriger Junge bei einer Schießerei...