Startseite Allgemeines LOK Leipzig-Der DFB präsentiert: Deutschlands absurdestes Aufstiegsspiel – jetzt noch unfairer!
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LOK Leipzig-Der DFB präsentiert: Deutschlands absurdestes Aufstiegsspiel – jetzt noch unfairer!

geralt (CC0), Pixabay
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Es ist wieder soweit: Der deutsche Fußball feiert seine ganz besondere Spezialdisziplin – Meister bestrafen. Willkommen zur Regionalliga-Relegation, jenem Wettbewerb, bei dem selbst der DFB inzwischen offen zugibt, dass das System eigentlich kompletter Unsinn ist.

Diesmal trifft Lok Leipzig auf die Würzburger Kickers. Klingt erstmal normal. Wird aber sofort grotesk, sobald man genauer hinschaut.

Lok Leipzig wurde Meister. Schon wieder. Zum dritten Mal darf der Klub jetzt in die Aufstiegsspiele. Denn im deutschen Fußball reicht es bekanntlich nicht, sportlich Erster zu werden. Man muss zusätzlich noch beweisen, dass man psychisch belastbarer ist als ein NATO-Krisenstab.

Würzburg dagegen? Wurde nicht einmal Meister. Platz zwei hat gereicht. Warum? Weil in Bayern offenbar kaum jemand überhaupt in die 3. Liga aufsteigen wollte. Von 18 Teams hatten ganze drei Vereine Lust auf Profifußball. Der Rest dachte sich vermutlich: „Lieber gesund bleiben.“

Besonders charmant ist das Heimrecht-System. Der Vize-Meister aus Würzburg bekommt durch Losentscheid das Rückspiel zuhause – obwohl Lok Tabellenführer wurde. Leistung lohnt sich schließlich nur manchmal. Der DFB setzt stattdessen auf das beliebte Gesellschaftsspiel „Zufall“.

Noch besser: Siebenmal lief diese Relegation bisher exakt gleich ab – und immer gewann die Mannschaft mit Heimrecht im Rückspiel. Konsequenz des Verbandes? Natürlich keine. Warum ein funktionierendes Chaos verändern?

Auch medizinisch liefert die Relegation Höchstleistung. Lok Leipzig schleppt sich mit verletzten Leistungsträgern durchs Ziel, während Würzburg wochenlang gemütlich Testspiele für das große Finale absolvieren durfte. Fitness durch Wettbewerbsverzerrung – auch eine Strategie.

Das Schönste an der Geschichte: Inzwischen hält der DFB das eigene System selbst für gescheitert. Offiziell spricht man von „Reformbedarf“. Übersetzt heißt das ungefähr: „Ja, wir wissen, dass das kompletter Wahnsinn ist, aber erstmal spielen wir’s noch fertig.“

Die Fans protestieren längst offen. Spieler streiken symbolisch. Vereinsvertreter laufen Sturm. Selbst die beteiligten Klubs sind sich ausnahmsweise einig, dass diese Regelung Unsinn ist. Das schafft im deutschen Fußball normalerweise nur der Videobeweis.

Und trotzdem geht der Zirkus weiter.

Denn im deutschen Fußball kann man Meister werden, sportlich alles richtig machen, bessere Leistungen zeigen und am Ende trotzdem scheitern – weil irgendwo ein Funktionär beschlossen hat, dass Aufstieg bitte zusätzlich noch ein Glücksspiel sein soll.

Kurz gesagt:
Die Regionalliga-Relegation ist der einzige Wettbewerb, bei dem man nach einer Meisterschaft erstmal zur Bestrafung antreten muss.

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