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Gefahr für Öltanker im Nahen Osten erreicht neuen Höhepunkt

Leovinus (CC0), Pixabay
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Die Sicherheitslage für Öltanker im Nahen Osten hat sich nach Einschätzung von Fachleuten deutlich verschärft. Neben der blockierten Straße von Hormus sorgen nun auch Angriffe im Roten Meer für zusätzliche Risiken.

Vor dem Krieg wurden täglich mehr als 100 Schiffe durch die Straße von Hormus gezählt. Zuletzt waren es nur noch acht bis elf. Vor Beginn des Konflikts wurden rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Gastransports durch diese Meerenge abgewickelt.

Viele Schiffe schalten inzwischen ihre Ortungssysteme ab, um nicht entdeckt zu werden. Andere Tanker wichen bisher auf das Rote Meer aus. Doch auch dort ist die Lage gefährlicher geworden. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben Angriffe auf saudische Tanker angekündigt und mehrere Schiffe attackiert.

Experten sprechen deshalb von einer zunehmend schwierigen und unübersichtlichen Sicherheitslage. Sowohl die Straße von Hormus als auch die alternative Route durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab sind betroffen.

Iran erklärte, mit Oman über die Sicherheit der Schifffahrt zu sprechen. Gespräche mit den USA wurden jedoch bestritten. Eine schnelle Wiederöffnung der Straße von Hormus gilt daher als unwahrscheinlich.

Selbst wenn die Route bald wieder freigegeben würde, könnte es mehrere Monate dauern, bis der Schiffsverkehr wieder normal funktioniert. Viele Reedereien haben Verbindungen eingestellt oder Schiffe in andere Regionen verlegt.

Die unsichere Lage beeinflusst auch die Ölpreise. Nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, geplante Angriffe auf Iran vorerst abzusagen, fiel der Preis für Brent-Rohöl deutlich.

Fachleute warnen dennoch, dass eine Entspannung nicht absehbar sei. Für den Transport von Öl, Gas und Waren gebe es derzeit kaum sichere und praktikable Alternativen.

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