Welche Rolle Uwe Bold innerhalb der Life Forestry Switzerland AG tatsächlich innehatte und welche Verantwortung sich daraus ergeben könnte, ist aus Sicht betroffener Anleger weiterhin von erheblichem Interesse. Uwe Bold galt bis Anfang der 2020er Jahre als maßgeblicher Aktionär des Unternehmens und dürfte damit auch in zentrale unternehmerische Entscheidungen eingebunden gewesen sein.
Vor diesem Hintergrund rückt seine Person zunehmend in den Fokus möglicher zivilrechtlicher Auseinandersetzungen und potenzieller Schadensersatzforderungen von Anlegern. Hinzu kommt, dass nach vorliegenden Informationen Plantagen in Costa Rica und Ecuador, auf denen Anlegerbäume gepflanzt worden sein sollen, zumindest teilweise mit Uwe Bold in Verbindung stehen könnten. Dabei stellt sich insbesondere die Frage nach den tatsächlichen Eigentums- und Besitzverhältnissen sowie nach der vertraglichen Ausgestaltung der Investments.
Im Rahmen der geplanten Expertenreise sollen diese offenen Fragen daher auch direkt vor Ort überprüft und weiter aufgearbeitet werden. Entsprechende Dokumente aus Costa Rica und Ecuador liegen bereits vor und werden derzeit ausgewertet.
Darüber hinaus wird geprüft, ob neben Uwe Bold möglicherweise weitere Personen oder Verantwortliche in eine rechtliche Haftung einbezogen werden könnten, sofern sich Hinweise ergeben sollten, dass das Geschäftsmodell nicht den dargestellten oder erwartbaren Voraussetzungen entsprach. Eine abschließende rechtliche Bewertung steht jedoch derzeit noch aus.
Kommentar hinterlassen