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Lieber Marcel Schäfer, RB Leipzig braucht Klarheit – nicht die nächste Trainerdebatte

jorono (CC0), Pixabay
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Lieber Marcel Schäfer,

als Fan von RB Leipzig reibt man sich in diesen Tagen verwundert die Augen. Seit Wochen wird über einen möglichen Trainerwechsel diskutiert. Mal geht es um Ole Werner, dann wieder um irgendeinen Namen aus dem Ausland, den viele Anhänger erst einmal googeln müssen. Dabei stellt sich doch eine viel wichtigere Frage:

Mit welcher Mannschaft will RB Leipzig eigentlich in die neue Saison gehen?

Ole Werner hat RB auf Platz drei geführt, die Champions League erreicht und einen Umbruch moderiert, der alles andere als einfach war. Natürlich kann man über Spielstil, Entwicklung und Perspektiven diskutieren. Aber irgendwann muss auch einmal Schluss sein mit der Dauerschleife um die Trainerfrage.

Denn die neue Saison wird kein Spaziergang. RB Leipzig will in der Bundesliga oben angreifen, im DFB-Pokal weit kommen und in der Champions League nicht nur Statist sein. Das sind drei Wettbewerbe, drei Belastungen, drei verschiedene Drucksituationen. Dafür braucht man nicht nur einen Trainer, sondern vor allem einen Kader, der international bestehen kann.

Genau darüber hört man im Moment viel zu wenig.

Welche Spieler sollen kommen? Welche Positionen werden gezielt verstärkt? Wo ist die internationale Erfahrung, die man in der Champions League zwingend braucht? Welche Führungsspieler sollen Verantwortung übernehmen, wenn es im November, Februar und April gleichzeitig eng wird?

Das sind die Nachrichten, die viele Fans wirklich interessieren.

RB Leipzig kann sich nicht leisten, nur über Konzepte zu reden. Der Verein braucht Qualität, Breite und Persönlichkeit. Junge Talente sind wichtig, sie gehören zur DNA des Klubs. Aber eine Mannschaft, die auf drei Hochzeiten tanzen will, braucht auch Spieler, die große Spiele kennen, die schwierige Phasen führen können und die nicht erst lernen müssen, was Champions-League-Nächte bedeuten.

Deshalb wäre es aus meiner Sicht höchste Zeit, dass RB Leipzig und Marcel Schäfer ein klares Signal senden.

Nicht noch ein Trainergerücht. Nicht noch eine Diskussion darüber, ob irgendwo in Spanien, Portugal oder sonst wo ein möglicher Nachfolger gehandelt wird. Sondern endlich Antworten auf die entscheidenden Fragen:

Wer kommt?

Wer bleibt?

Wer führt diese Mannschaft?

Und wie soll der Kader aussehen, mit dem RB Leipzig wirklich angreifen will?

Die Fans haben nach dieser Saison ein Recht auf mehr Orientierung. Platz drei und Champions League sind ein Erfolg. Jetzt muss der nächste Schritt kommen. Dafür braucht es Ruhe auf der Trainerbank und klare Entscheidungen auf dem Transfermarkt.

Vielleicht liest man dazu ja in den kommenden Tagen endlich einmal etwas Konkretes von RB Leipzig und Marcel Schäfer.

Denn ganz ehrlich: Über Trainerwechsel wurde genug geredet. Jetzt wollen wir wissen, wer auf dem Platz den Unterschied machen soll.

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