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USA melden Tötung von Tren-de-Aragua-Boss – Trump feiert „gezielten Schlag“

PublicDomainPictures (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat die Tötung des berüchtigten Gang-Anführers Héctor „Niño“ Guerrero Flores bekanntgegeben. Der Chef der venezolanischen Verbrecherorganisation Tren de Aragua sei bei einem Luftangriff des US-Militärs getötet worden, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social.

„Auf meine Anweisung hat das Southern Command einen schnellen und tödlichen Präzisionsschlag ausgeführt“, schrieb Trump. Dazu veröffentlichte er ein Video, das den Einschlag einer Rakete auf ein Gebäude zeigen soll.

Die venezolanischen Behörden bestätigten nach Angaben aus Washington ihre Beteiligung an der Operation. Beide Seiten sprechen von einem gemeinsamen Einsatz gegen die international agierende Verbrecherorganisation.

Tren de Aragua gilt als eine der gefährlichsten kriminellen Gruppen Lateinamerikas. Unter Guerreros Führung entwickelte sich die ursprünglich in einem Gefängnis entstandene Bande zu einem grenzüberschreitenden Netzwerk, das unter anderem mit Menschenhandel, Entführungen, Schutzgelderpressung und Auftragsmorden in Verbindung gebracht wird.

Besonders berüchtigt wurde Guerrero durch seine Kontrolle über das Gefängnis Tocorón. Während seiner Haftzeit soll er die Anstalt praktisch wie ein Privatunternehmen geführt haben – inklusive Nachtclub, Restaurants, Zoo, Wettbüro und Swimmingpool. Selbst eine Militäraktion mit Tausenden Soldaten konnte ihn 2023 nicht festsetzen. Er entkam kurz vor dem Zugriff.

Die USA hatten den Gang-Boss seit Jahren gesucht und Millionenbeträge für Hinweise ausgelobt. Washington wirft ihm vor, gemeinsam mit führenden Vertretern des früheren venezolanischen Regimes kriminelle Aktivitäten gegen die Vereinigten Staaten unterstützt zu haben.

Der Tod Guerreros dürfte ein schwerer Schlag für Tren de Aragua sein. Sicherheitsexperten weisen allerdings darauf hin, dass die Organisation inzwischen in zahlreichen Ländern Lateinamerikas aktiv ist und ihre Strukturen weit über eine einzelne Führungsfigur hinausgehen.

Zugleich dürfte der Einsatz neue Diskussionen auslösen. Kritiker werfen der US-Regierung vor, den Kampf gegen Drogenkartelle und kriminelle Organisationen zunehmend wie einen militärischen Konflikt zu führen. Juristen stellen die Frage, ob gezielte Tötungen außerhalb klassischer Kriegsgebiete mit internationalem Recht vereinbar sind.

Für Donald Trump ist die Botschaft dagegen eindeutig: Die USA wollen zeigen, dass sie gegen transnationale kriminelle Netzwerke künftig nicht nur mit Haftbefehlen, sondern notfalls auch mit Raketen vorgehen.

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