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Lars Nikolai Stevenson heute: neue Firmen, neue E-Mobilitätsprojekte und die Insolvenzen im Unternehmensumfeld

qimono (CC0), Pixabay
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Die Insolvenz der ELARIS AG bedeutete offensichtlich nicht das Ende der unternehmerischen Tätigkeit von Lars Nikolai Stevenson.

Im Gegenteil: Die aktuellen Handelsregisterdaten zeigen, dass Stevenson bereits wenige Monate nach dem Zusammenbruch von ELARIS wieder in mehreren neuen beziehungsweise neu strukturierten Gesellschaften als Geschäftsführer auftauchte.

Dabei lässt sich eine interessante Entwicklung beobachten. Ein Teil seiner heutigen Aktivitäten bewegt sich erneut im Umfeld von Elektromobilität, Technologie und Unternehmensbeteiligungen. Daneben ist Stevenson inzwischen auch ausdrücklich im Bereich Unternehmensberatung tätig.

Das ist für die Einordnung seiner Person wesentlich.

Denn wer die Geschichte der ELARIS AG betrachtet, sollte nicht nur fragen, was mit dem insolventen Unternehmen geschehen ist.

Ebenso relevant ist:

Was macht der damalige ELARIS-Vorstand heute – und in welchen Unternehmen ist er inzwischen wieder tätig?

Stevenson ist weiterhin Unternehmer

Aktuelle Registerdaten führen Lars Stevenson weiterhin bei mehreren aktiven Gesellschaften als Geschäftsführer.

Besonders auffällig ist, dass mehrere dieser Gesellschaften erst nach der Insolvenz der ELARIS AG im Jahr 2025 gegründet oder neu ausgerichtet wurden.

Dazu gehören insbesondere:

Atria GmbH

Tombony GmbH

Ultano Holding GmbH

BJL Ultano Holding GmbH

Daneben ist Stevenson weiterhin Geschäftsführer der Weinmanufaktur Stevenson GmbH und der Elaris Innovation GmbH.

Damit ist klar:

Stevenson hat sich nach ELARIS nicht aus dem Wirtschaftsleben zurückgezogen.

Vielmehr entstand ab Mitte 2025 ein neues Unternehmensgeflecht.

Atria GmbH: Stevenson jetzt auch als Unternehmensberater

Am 30. Dezember 2025 wurde die Atria GmbH mit Sitz in Grünstadt in das Handelsregister eingetragen.

Geschäftsführer ist Lars Stevenson.

Das Stammkapital beträgt 25.000 Euro.

Der Unternehmensgegenstand ist bemerkenswert breit formuliert: Die Gesellschaft soll strategische und operative Unternehmensberatung sowie angrenzende Beratungsleistungen im In- und Ausland erbringen.

Damit besitzt Stevenson heute auch eine Gesellschaft, deren Kerngeschäft ausdrücklich Unternehmensberatung ist.

Die Atria GmbH ist insofern nicht einfach eine Fortsetzung von ELARIS.

Sie eröffnet Stevenson vielmehr ein Betätigungsfeld, in dem seine Erfahrungen aus Unternehmensgründung, Technologie, Finanzierung und Unternehmensaufbau als Beratungsleistung vermarktet werden können.

Ob und für welche konkreten Kunden die Gesellschaft derzeit tätig ist, lässt sich aus dem Handelsregister naturgemäß nicht erkennen.

Zurück zur Elektromobilität: Tombony

Wesentlich interessanter im Zusammenhang mit ELARIS ist die Tombony GmbH.

Die Gesellschaft wurde am 8. Dezember 2025 zunächst unter dem Namen BJL Motion GmbH gegründet.

Geschäftsführer wurde Lars Stevenson.

Im März 2026 erfolgte die Umbenennung in Tombony GmbH.

Der Gesellschaftszweck erinnert deutlich an Stevensons frühere Tätigkeiten:

Entwicklung von E-Mobilitätslösungen, Telematiksoftware, Handel sowie damit verbundene Dienstleistungen.

Damit ist Stevenson nur rund ein Jahr nach dem ELARIS-Insolvenzantrag wieder operativ in einem Unternehmen tätig, das Elektromobilität zum Kerngeschäft hat.

Die aktuelle Website von Tombony zeigt, wohin die Reise geht.

Unter anderem wird dort die Marke LiBelli vermarktet. Angeboten werden elektrische Zweiräder beziehungsweise E-Roller kombiniert mit digitaler Software, App-Steuerung, Wartung, Ersatzteilen und Versicherungsleistungen.

Das Unternehmen präsentiert das Produkt ausdrücklich als integrierte Mobilitätslösung aus Fahrzeug, Software und Service.

Damit gibt es eine gewisse strategische Parallele zu ELARIS:

Auch hier steht nicht der Aufbau einer großen eigenen Fahrzeugfabrik im Vordergrund, sondern die Verbindung von Fahrzeugen, Marke, Software und Service.

BJL Ultano Holding: neues Firmengeflecht nach ELARIS

Noch bemerkenswerter ist die BJL Ultano Holding GmbH.

Die Gesellschaft wurde bereits am 30. Juli 2025 gegründet – also nur rund fünf Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die ELARIS AG.

Ursprünglich firmierte sie als Ultano Automotive GmbH.

Geschäftsführer war von Beginn an Lars Stevenson.

Später wurde die Gesellschaft in BJL Ultano Holding GmbH umbenannt und ihr Stammkapital auf 42.000 Euro erhöht.

Die Gesellschaft ist heute unmittelbar mit Tombony verbunden.

Nach aktuellen Unternehmensstrukturdaten hält die BJL Ultano Holding 100 Prozent der Tombony GmbH.

Stevenson sitzt damit als Geschäftsführer sowohl auf Ebene der Holding als auch bei der operativen Mobilitätsgesellschaft.

Interessant ist allerdings:

Nach den aktuell ausgewiesenen Beteiligungsdaten ist Stevenson nicht selbst der wirtschaftlich dominierende Gesellschafter der BJL Ultano Holding.

Als wirtschaftlich Berechtigte beziehungsweise Gesellschafter werden aktuell unter anderem die FINO Holding GmbH mit 47 Prozent und die HansaPlus Management GmbH mit 45 Prozent ausgewiesen; weitere acht Prozent entfallen auf die Sensus Pura Beteiligungs GmbH.

Stevensons Rolle ist hier also nach der öffentlich verfügbaren Datenlage vor allem die des Geschäftsführers.

Das unterscheidet die Struktur deutlich von ELARIS, wo Stevenson über seine familiäre Holdingstruktur zugleich mittelbar einen erheblichen wirtschaftlichen Einfluss besaß.

Wieder Kapitalmarkt: 10 Millionen Euro Genussrechte

Besondere Aufmerksamkeit verdient ein weiterer Vorgang.

Die BJL Ultano Holding brachte 2026 ein Inhaber-Genussrecht mit einem Emissionsvolumen von 10 Millionen Euro an den Kapitalmarkt.

Die Wertpapiere tragen die ISIN DE000A425RE5, wurden zum 1. März 2026 emittiert und haben eine vorgesehene Laufzeit bis zum 28. Februar 2033.

Damit taucht Stevenson nur rund ein Jahr nach dem Zusammenbruch der börsennotierten ELARIS AG wieder als Geschäftsführer einer Gesellschaft auf, die selbst ein Kapitalmarktinstrument ausgegeben hat.

Das ist für ein Dossier über Stevenson ausgesprochen relevant.

Es bedeutet nicht, dass das neue Investment mit ELARIS gleichgesetzt werden könnte.

Es bedeutet aber, dass seine heutige unternehmerische Tätigkeit erneut eine Kapitalmarktkomponente besitzt.

Hinzu kommt eine aktuelle Besonderheit:

Die Börse Düsseldorf weist für die Genussrechte seit 18. Juni 2026 eine Aussetzung des Handels aus. Als Grund wird lediglich eine „Entscheidung der Geschäftsführung“ der Börse genannt. Ein weitergehender Grund ist der öffentlich zugänglichen Aussetzungsinformation nicht zu entnehmen.

Daraus sollte ausdrücklich nicht geschlossen werden, dass bei der BJL Ultano Holding eine wirtschaftliche Krise oder ein Rechtsverstoß vorliegt.

Fest steht lediglich:

Das 10-Millionen-Euro-Genussrecht wurde 2026 emittiert und der Handel wurde im Juni 2026 ausgesetzt.

Diese Entwicklung sollte bei einer weiteren Beobachtung der Stevenson-Aktivitäten im Blick behalten werden.

Ultano Holding: hier ist Stevenson auch Eigentümer

Von der BJL Ultano Holding ist eine zweite Gesellschaft zu unterscheiden:

die Ultano Holding GmbH.

Sie wurde am 12. August 2025 zunächst unter dem Namen BJL Holding GmbH gegründet. Lars Stevenson ist seit der Gründung Geschäftsführer.

Hier ist seine Beteiligungsstellung wesentlich klarer.

Nach den aktuell verfügbaren Beteiligungsdaten hält Lars Stevenson 30 Prozent der Ultano Holding GmbH.

70 Prozent hält Barbara Stevenson.

Damit handelt es sich um eine Gesellschaft, die weiterhin unmittelbar der Familie Stevenson wirtschaftlich zugeordnet werden kann.

Die Ultano Holding hält wiederum 100 Prozent der SCS GO GmbH.

Stevenson selbst war bei SCS GO bis März 2026 Geschäftsführer. Danach wurde Mohammad Mahmoud Mghames als Geschäftsführer eingetragen.

Damit hat Stevenson dort zwar die operative Geschäftsführung abgegeben, bleibt aber über seine 30-Prozent-Beteiligung an der Muttergesellschaft mittelbar wirtschaftlich beteiligt.

Weinmanufaktur Stevenson besteht weiter

Auch eine wesentlich ältere Gesellschaft Stevensons existiert weiterhin.

Die Weinmanufaktur Stevenson GmbH ist weiterhin aktiv.

Lars Stevenson ist bereits seit 2018 Geschäftsführer.

Der zeitweise zusätzliche Geschäftsführer Aidin Airomlu schied im März 2026 aus, Stevenson blieb Geschäftsführer.

Das zeigt, dass Stevensons Aktivitäten keineswegs auf Elektromobilität beschränkt sind.

Sein Unternehmensnetz umfasste beziehungsweise umfasst Technologie, Mobilität, Beteiligungen, Beratung, medizinische beziehungsweise vertriebliche Geschäftsmodelle und Wein.

Elaris Innovation GmbH existiert ebenfalls weiter

Auch die Elaris Innovation GmbH ist nach den aktuellen Registerdaten weiterhin aktiv.

Lars Stevenson ist dort seit Mai 2017 Geschäftsführer.

Die Gesellschaft beschäftigt sich laut Unternehmensgegenstand mit der Entwicklung und Vermarktung von Komponenten und Dienstleistungen im Bereich elektrischer und wasserstoffbasierter Mobilität.

Nach aktuellen Strukturdaten hält die Elaris Holding GmbH rund 91 Prozent dieser Gesellschaft; weitere fünf Prozent werden der Neon Equity AG zugerechnet.

Hier ist allerdings Vorsicht notwendig.

Stevenson selbst schied im April 2025 als Geschäftsführer der Elaris Holding GmbH aus.

Deshalb kann aus der alten ELARIS-Struktur nicht automatisch geschlossen werden, dass Stevenson heute noch im gleichen Umfang wirtschaftlich an sämtlichen Gesellschaften des früheren ELARIS-Verbunds beteiligt ist.

Seine Geschäftsführerstellung bei Elaris Innovation ist hingegen weiterhin dokumentiert.

Auffällig: Stevenson zieht sich aus alten Holdings zurück

Parallel zu den neuen Gesellschaften findet eine zweite Entwicklung statt.

Stevenson hat mehrere frühere Geschäftsführerpositionen abgegeben.

Aus der Elaris Holding GmbH schied er im April 2025 als Geschäftsführer aus.

Bei der Libelli Holding GmbH endete seine Geschäftsführertätigkeit im Oktober 2025.

Aus der LB Holding GmbH schied er am 6. März 2026 als Geschäftsführer aus.

Auch bei SCS GO endete seine Geschäftsführerposition im März 2026.

Gleichzeitig entstanden neue Unternehmen wie Ultano, BJL Ultano, Tombony und Atria.

Das spricht für eine deutliche Neuordnung des Unternehmensnetzwerks nach der ELARIS-Insolvenz.

Die Insolvenzen gehören ausdrücklich zu Stevensons Unternehmensbiografie

Wer Stevensons heutige Aktivitäten beschreibt, sollte die Unternehmensinsolvenzen nicht ausblenden.

Dabei muss allerdings exakt formuliert werden.

Die Insolvenz einer GmbH oder AG bedeutet nicht, dass deren Geschäftsführer oder Vorstand persönlich insolvent ist.

Ebenso beweist eine Unternehmensinsolvenz allein kein persönliches Fehlverhalten des Geschäftsleiters.

Dennoch gehört sie selbstverständlich zur unternehmerischen Bilanz eines Managers.

ELARIS AG – Insolvenz 2025

Der wichtigste Fall ist die ELARIS AG.

Stevenson war Gründer, CEO und Vorstand der Gesellschaft.

Am 20. Januar 2025 beschloss der Vorstand wegen eingetretener Zahlungsunfähigkeit, Insolvenzantrag zu stellen.

Am 1. März 2025 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.

Die gerichtlichen Bekanntmachungen führen Lars Nikolai Stevenson als Vorstandsvorsitzenden beziehungsweise Vertreter der Gesellschaft.

Das ist keine mittelbare Verbindung.

Stevenson war der zentrale Unternehmensleiter des insolventen Unternehmens.

Die Insolvenz der ELARIS AG gehört deshalb zwingend zu jeder seriösen Darstellung seiner bisherigen Karriere.

Auch die österreichische Elaris GmbH ging in Konkurs

Weniger bekannt ist, dass nicht nur die deutsche ELARIS AG betroffen war.

Auch die österreichische Elaris GmbH mit Sitz in Leonding geriet 2025 in Insolvenz.

Das österreichische Firmenbuch führt Lars Nikolai Stevenson und Bernhard Kern als Geschäftsführer.

Alleingesellschafterin war die deutsche Elaris Holding GmbH.

Über die Gesellschaft wurde im März 2025 ein Konkursverfahren eröffnet.

Der österreichische Kreditschutzverband AKV dokumentiert ausdrücklich, dass das Verfahren auf Eigenantrag eröffnet wurde und nennt Stevenson ebenfalls als Geschäftsführer.

Damit gab es im unmittelbaren ELARIS-Unternehmensverbund mindestens zwei klar dokumentierte Insolvenzverfahren:

die ELARIS AG in Deutschland und die Elaris GmbH in Österreich.

Beide standen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem von Stevenson aufgebauten E-Mobilitätsgeschäft.

Das ist keine persönliche Insolvenz Stevensons

Gerade an dieser Stelle ist eine klare Abgrenzung notwendig.

Nach der von mir vorgenommenen Recherche findet sich kein belastbarer Beleg dafür, dass Lars Nikolai Stevenson persönlich ein Verbraucher- oder Privatinsolvenzverfahren durchlaufen hätte.

Es handelt sich um Insolvenzen von Gesellschaften.

Diese Gesellschaften besitzen eine eigene Rechtspersönlichkeit.

Deshalb sollte nicht formuliert werden:

„Stevenson war insolvent.“

Präzise ist:

Unternehmen, die Stevenson als Vorstand beziehungsweise Geschäftsführer leitete, wurden insolvent.

Das ist ein wesentlicher Unterschied.

HMI: keine Insolvenz, aber Löschung wegen Vermögenslosigkeit

Zu Stevensons älterer Unternehmensgeschichte gehört außerdem die HMI Human Machine Intelligence GmbH.

Das Unternehmen ist bemerkenswert, weil Stevenson damit sogar einen erheblichen Innovationserfolg vorweisen konnte. HMI erhielt 2011 den Deutschen Innovationspreis.

Stevenson schied später aus der Geschäftsführung aus.

2022 wurde die Gesellschaft jedoch von Amts wegen aus dem Handelsregister gelöscht, weil sie vermögenslos war.

Die Registerbekanntmachung nennt ausdrücklich eine Löschung gemäß § 394 FamFG wegen Vermögenslosigkeit.

Auch hier muss sprachlich sauber gearbeitet werden:

Eine Löschung wegen Vermögenslosigkeit ist nicht dasselbe wie ein eröffnetes Insolvenzverfahren.

Für ein vollständiges Unternehmensprofil ist der Vorgang dennoch relevant.

Er zeigt, dass bereits ein früheres von Stevenson aufgebautes Technologieunternehmen später wirtschaftlich vollständig beendet wurde.

Eine österreichische Tombony befand sich bereits in Liquidation

Interessant ist auch der Firmenname Tombony.

Bereits 2022 existierte in Österreich eine Tombony GmbH, die zum früheren ELARIS-Unternehmensverbund gehörte.

Diese Gesellschaft wurde 2023 aufgelöst und trat in Liquidation. Die österreichische amtliche Veröffentlichung forderte die Gläubiger auf, ihre Ansprüche beim Liquidator anzumelden.

Sie wird auch 2026 noch als „Tombony GmbH in Liquidation“ geführt.

Das ist wiederum keine Insolvenz, sondern eine Liquidation.

Bemerkenswert ist aber, dass heute in Deutschland erneut eine Gesellschaft mit dem Namen Tombony GmbH existiert, deren Geschäftsführer Lars Stevenson ist.

Es handelt sich dabei um eine andere juristische Person.

Diese Unterscheidung sollte im Dossier ausdrücklich gemacht werden, um Verwechslungen zu vermeiden.

Stevenson nach ELARIS: kein Rückzug, sondern Neustart

Die Registerentwicklung nach 2025 zeichnet damit ein relativ klares Bild.

Nach der Insolvenz der ELARIS AG hat Stevenson seine unternehmerischen Aktivitäten nicht eingestellt.

Stattdessen entstanden bereits wenige Monate später neue Strukturen.

Im Juli 2025 wurde das heutige Unternehmen BJL Ultano Holding gegründet.

Im August folgte die heutige Ultano Holding.

Im Dezember 2025 kamen BJL Motion – heute Tombony – sowie die Atria GmbH hinzu.

Das spricht nicht für den Rückzug eines Unternehmers nach einer gescheiterten Unternehmung.

Es spricht vielmehr für einen relativ schnellen Neustart.

Bemerkenswerte Parallelen zu ELARIS

Besonders interessant ist, dass sich Elemente des früheren Geschäftsmodells wiederfinden.

Bei ELARIS ging es um Elektromobilität.

Heute ist Stevenson Geschäftsführer der Tombony GmbH, die erneut E-Mobilitätslösungen anbietet.

ELARIS verband Fahrzeuge mit Software und Dienstleistungen.

Tombony kombiniert E-Zweiräder mit App, Telematik und Service.

Bei ELARIS spielten externe Kapitalgeber und Kapitalmarktinstrumente eine zentrale Rolle.

Die BJL Ultano Holding emittierte bereits 2026 Genussrechte über bis zu zehn Millionen Euro.

Das sind keine Beweise dafür, dass sich die Geschichte wiederholen wird.

Sie sind aber sachlich erkennbare Parallelen im unternehmerischen Ansatz.

Gerade deshalb sollten Anleger, Geschäftspartner oder Gläubiger bei neuen Stevenson-Projekten die Vergangenheit nicht ignorieren.

Aktuelle Stevenson-Verbindungen im Überblick

Nach der derzeit verfügbaren Register- und Beteiligungslage ergibt sich folgendes Bild:

Atria GmbH: aktiv; Stevenson Geschäftsführer seit Dezember 2025; Unternehmensberatung.

Tombony GmbH: aktiv; Stevenson Geschäftsführer seit Dezember 2025; E-Mobilität, Telematiksoftware und Mobilitätsservices; 100-prozentige Tochter der BJL Ultano Holding.

BJL Ultano Holding GmbH: aktiv; Stevenson Geschäftsführer seit Juli 2025; Beteiligungsholding und Muttergesellschaft von Tombony. Stevenson wird in den verfügbaren aktuellen Beteiligungsdaten nicht als beherrschender Gesellschafter ausgewiesen.

Ultano Holding GmbH: aktiv; Stevenson Geschäftsführer; nach aktuellen Daten 30 Prozent Stevenson und 70 Prozent Barbara Stevenson; hält 100 Prozent an SCS GO.

Weinmanufaktur Stevenson GmbH: aktiv; Stevenson weiterhin Geschäftsführer.

Elaris Innovation GmbH: aktiv; Stevenson weiterhin Geschäftsführer; überwiegend im Eigentum der Elaris Holding.

ELARIS AG: Insolvenzverfahren; Stevenson weiterhin registerrechtlich als Vorstand geführt, operative Verfügungsbefugnisse liegen insolvenzbedingt beim Insolvenzverwalter.

Elaris GmbH Österreich: Konkursverfahren seit März 2025; Stevenson wird weiterhin als Geschäftsführer geführt, daneben sind Masseverwalter bestellt.

Nicht mehr als Geschäftsführer wird Stevenson dagegen unter anderem bei Elaris Holding GmbH, LB Holding GmbH, SCS GO GmbH und Libelli Holding GmbH geführt.

Die neue zentrale Frage

Für die Bewertung von Lars Stevenson ergibt sich damit ein deutlich vollständigeres Bild.

Er ist ein Unternehmer mit jahrzehntelanger Gründungs- und Technologieerfahrung.

Zu seiner Bilanz gehören erfolgreiche Projekte und Auszeichnungen.

Zu seiner Bilanz gehören aber ebenso Gesellschaften, die liquidiert oder wegen Vermögenslosigkeit gelöscht wurden.

Und zu seiner jüngeren Bilanz gehören mit der ELARIS AG in Deutschland sowie der Elaris GmbH in Österreich zwei Insolvenzverfahren innerhalb des von ihm mitgeprägten E-Mobilitätsverbunds.

Das darf in einem ernsthaften Dossier nicht verschwiegen werden.

Ebenso wenig wäre es korrekt, daraus ohne weitere Belege eine persönliche Insolvenz, strafbares Verhalten oder eine generelle Unzuverlässigkeit Stevensons abzuleiten.

Die interessantere Entwicklung ist ohnehin die Gegenwart.

Nur wenige Monate nach ELARIS entstanden neue Gesellschaften.

Heute arbeitet Stevenson erneut an E-Mobilitätsprojekten.

Er ist wieder Geschäftsführer mehrerer Firmen.

Er besitzt nachweislich Beteiligungen an mindestens einer der neuen Holdingstrukturen.

Und über eine von ihm geführte Gesellschaft wurde 2026 bereits wieder ein Kapitalmarktinstrument über zehn Millionen Euro emittiert.

Damit endet die Geschichte von Lars Stevenson nicht mit ELARIS.

Möglicherweise beginnt nach ELARIS gerade das nächste Kapitel.

Für Anleger und Geschäftspartner wird deshalb entscheidend sein, nicht nur die neue Geschichte zu betrachten, sondern auch die alte zu kennen:

Welche Unternehmen hat Stevenson aufgebaut? Welche waren erfolgreich? Welche wurden beendet? Welche gingen insolvent? Wie wurden sie finanziert? Und welche Strukturen werden heute erneut verwendet?

Erst aus diesen Fragen entsteht ein vollständiges Bild des Unternehmers Lars Nikolai Stevenson.

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