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Knicks lassen die Spurs zappeln – New York träumt vom Titel, Wemby vom besseren Wurf

KeithJJ (CC0), Pixabay
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Die NBA-Finals 2026 sind eröffnet – und wenn Spiel 1 ein Vorgeschmack auf die Serie war, sollten Basketballfans ihre Schlafpläne für die nächsten Wochen besser streichen. Die New York Knicks gewannen ein intensives Auftaktspiel gegen die San Antonio Spurs mit 105:95 und sind nur noch drei Siege von ihrer ersten Meisterschaft seit 53 Jahren entfernt.

Lange sah es nach einem typischen Finalkrimi aus. Dann beschloss Jalen Brunson, dass genug Spannung gewesen sei. Knapp zwei Minuten vor Schluss versenkte der Knicks-Star einen Dreier zur Führung und leitete einen 11:0-Lauf ein. Am Ende standen 30 Punkte auf seinem Konto, davon 13 allein im letzten Viertel. Die Spurs durften dabei aus nächster Nähe beobachten, warum Brunson inzwischen als New Yorks wichtigster Mann gilt.

Zwischendurch hielt ganz Manhattan kurz den Atem an, als Brunson nach einem Zusammenstoß mit Knieproblemen in die Kabine verschwand. Knicks-Fans begannen vermutlich bereits hektisch Kerzen anzuzünden und alte Patrick-Ewing-Trikots als Glücksbringer hervorzuholen. Doch Brunson kehrte zurück und spielte weiter, als wäre nichts gewesen.

Auf der anderen Seite wollte Victor Wembanyama gleich zu Beginn zeigen, wer der künftige Superstar der Liga ist. Der Franzose trat energisch auf, führte den Ball selbst nach vorne und versuchte, den Spurs seinen Stempel aufzudrücken. Das Problem: Die Knicks hatten offenbar andere Pläne. Nach drei Vierteln standen für den Ausnahmeathleten lediglich 13 Punkte bei einer Wurfquote, die man höflich als „verbesserungsfähig“ bezeichnen könnte.

Dafür sprang ein anderer in die Bresche. Julian Champagnie verwandelte in der ersten Halbzeit Dreier nach Dreier, weil die Knicks ihn zeitweise so konsequent ignorierten, als hätten sie seinen Namen erst beim Warmmachen erfahren. Mit fünf Dreiern sorgte er dafür, dass San Antonio überhaupt im Spiel blieb.

Die jungen Spurs wirkten anfangs nervös, was angesichts ihres Alters und der Finalbühne wenig überraschend war. Doch nach den ersten Minuten fanden sie ihren Rhythmus. Nur leider fanden die Knicks am Ende den besseren.

Für New York ist die Lage nun klar: Zwölf Playoff-Siege in Folge, Heimvorteil gestohlen und plötzlich riecht ganz Manhattan wieder nach Meisterschaft. Die Knicks-Fans wagen bereits vorsichtige Titelträume.

Vorsichtig deshalb, weil Knicks-Fans aus jahrzehntelanger Erfahrung wissen: Die Hoffnung stirbt zuletzt – aber sie wird regelmäßig in den Schlussminuten eines Spiels auf eine harte Probe gestellt.

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