Es war einmal ein stolzes Königreich namens SC DHfK Leipzig, das elf lange Jahre im glanzvollen Land der Ersten Liga lebte. Die Ritter des Handballs kämpften dort gegen die stärksten Gegner des Reiches und genossen den Ruhm vergangener Schlachten.
Doch eines Tages zog ein dunkler Schatten über das Königreich.
Der weise Verwalter Karsten von Günther glaubte fest daran, dass seine Ritter den drohenden Abstieg verhindern würden. Ja, die Hoffnung war so groß, dass die Handballhelden sogar die ehrwürdige Nikolaikirche aufsuchten und um himmlischen Beistand baten.
Doch selbst die Engel des Handballs hatten offenbar bereits andere Pläne.
Denn kurz darauf verloren die Leipziger Ritter ihre entscheidende Schlacht gegen die Krieger aus Melsungen. Als wenig später auch die Truppen aus Wetzlar siegten, wurde klar:
Die Erstliga-Krone war verloren.
Das Reich der drei Trainer
Im Königreich herrschte große Ratlosigkeit.
Zunächst wurde der isländische Zauberer Runar aus dem Amt entlassen.
Dann übernahm der spanische Magier Raul Alonso das Kommando.
Als auch dessen Zaubersprüche keine Wirkung zeigten, wurde er mitsamt dem obersten Kadermeister fortgeschickt.
Daraufhin bestieg Frank Carstens den Trainerthron.
Doch auch der dritte Zauberer konnte den Fluch nicht brechen.
Das Problem war nur:
Jeder der drei Meister hatte eine völlig andere Vorstellung davon, wie Handballzauberei funktioniert.
Und so wussten die Ritter irgendwann selbst nicht mehr, ob sie nun angreifen, verteidigen oder lieber einen Drachen jagen sollten.
Der verhängnisvolle Handel
Besonders schmerzhaft war der Verkauf des treffsichersten Bogenschützen des Reiches.
Der große Torjäger Viggo Kristjansson wurde gegen Goldstücke an das Königreich Erlangen abgegeben.
Die neuen Ritter, die dafür ins Land kamen, erwiesen sich jedoch nicht als die erhofften Helden.
Manche Untertanen munkelten später, dass der Tausch ungefähr so erfolgreich gewesen sei wie der Verkauf eines Drachentöters kurz vor dem Angriff eines Drachen.
Die Tränen des Verwalters
Als das Unglück schließlich besiegelt war, schrieb Karsten von Günther einen sehr persönlichen Brief an die Unterstützer des Reiches.
Darin bekannte er offen seine Enttäuschung.
Er habe bis zuletzt an die Rettung geglaubt.
Er habe alles versucht.
Und es tue ihm leid, dass er das Königreich nicht vor dem Absturz bewahren konnte.
Viele Untertanen waren von dieser Ehrlichkeit bewegt.
Andere fragten sich leise, warum man erst den Brunnen repariert, nachdem das Königreich bereits hineingefallen ist.
Die Reise in die Zweite Liga
Doch jedes gute Märchen braucht Hoffnung.
Und so beschlossen die Herrscher des Reiches, den Wiederaufstieg sofort in Angriff zu nehmen.
Fünf Millionen Goldstücke stehen künftig zur Verfügung.
Zwölf Ritter verlängerten ihre Treueschwüre.
Allerdings mussten viele von ihnen auf einen Teil ihrer Schatztruhen verzichten.
Bis zu 30 Prozent weniger Gold werden sie künftig erhalten.
Selbst berühmte Helden wie Franz Semper und Matej Klima erklärten:
„Wir bleiben und kämpfen weiter.“
Die jungen Helden
Zusätzlich reisen zwei junge Talente ins Königreich:
Fritz-Leon aus Dessau und Finn aus Dormagen.
Die Hoffnung ist groß, dass die jungen Ritter frischen Mut und neue Kraft ins Reich bringen.
Das große Ziel
Trainer Frank Carstens darf weiterhin auf dem Trainerthron sitzen.
Karsten von Günther bleibt ebenfalls an der Spitze des Königreichs.
Und gemeinsam haben sie ein einziges Ziel:
Die Rückkehr in das Land der Ersten Liga.
Ob das Märchen ein glückliches Ende findet, weiß heute niemand.
Doch eines ist sicher:
Die Reise führt nun durch die Täler der Zweiten Liga.
Dort warten neue Gegner, neue Prüfungen und neue Abenteuer.
Und irgendwo am Horizont glänzt sie noch immer:
Die verlorene Erstliga-Krone, die Leipzig so schnell wie möglich zurückerobern möchte.
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