Eine als „Ketamine Queen“ bezeichnete Drogendealerin ist im Fall des Todes von Matthew Perry zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Die 42-jährige Jasveen Sangha, US-britische Doppelstaatsbürgerin aus Los Angeles, hatte sich bereits im vergangenen Jahr schuldig bekannt – unter anderem wegen des Vertriebs von Ketamin mit Todesfolge. Für die Familie des „Friends“-Stars ist das Urteil zwar ein Schritt, den Verlust rückgängig macht es natürlich nicht.
Die Staatsanwaltschaft zeichnete ein düsteres Bild: Sanghas Haus in North Hollywood sei faktisch ein Drogen-Umschlagplatz für wohlhabende und gut vernetzte Kunden gewesen. Bei einer Durchsuchung fanden Ermittler zahlreiche Ketamin-Fläschchen, dazu tausende weitere Tabletten und Substanzen, darunter Methamphetamin, Kokain und Xanax. Das Gericht machte deutlich, dass es hier nicht um einen Ausrutscher ging, sondern um ein über Jahre laufendes, äußerst lukratives Geschäftsmodell.
Matthew Perry war im Oktober 2023 tot in seinem Whirlpool gefunden worden. Die Gerichtsmediziner kamen zu dem Schluss, dass die akuten Auswirkungen von Ketamin seinen Tod verursacht hatten. Der Schauspieler, weltbekannt als Chandler Bing aus der Kultserie „Friends“, hatte seit Jahren mit Suchterkrankungen zu kämpfen und Ketamin teilweise auch im Rahmen einer ärztlich überwachten Therapie gegen Depressionen erhalten. Genau diese Vorgeschichte machte ihn offenbar besonders verwundbar – und für sein Umfeld umso leichter ausnutzbar.
Die Richterin stellte klar, Sangha müsse für ihre Taten geradestehen und habe über lange Zeit keine erkennbare Reue gezeigt. Erst im Gerichtssaal entschuldigte sich die Verurteilte unter Tränen und sprach davon, dass ihre Entscheidungen Leben zerstört hätten. Die Familie von Perry sah das naturgemäß deutlich schärfer. Seine Stiefmutter forderte in einer eindringlichen Erklärung die Höchststrafe und bezeichnete Sangha als herzlos. Sie habe bewusst einen Weg gewählt, mit dem sie Geld verdiente, indem sie anderen Menschen schade.
Der Fall zeigt erneut ein unerquicklich bekanntes Muster: Nicht nur Dealer, sondern auch Personen aus dem medizinischen Umfeld sollen Perrys Abhängigkeit gezielt ausgenutzt haben. Insgesamt fünf Personen, darunter Ärzte und Perrys Assistent, wurden im Zusammenhang mit der Ketamin-Versorgung angeklagt oder haben sich schuldig bekannt. Zwei Ärzte wurden bereits verurteilt, weitere Beteiligte warten noch auf ihr Strafmaß.
Das Urteil gegen Sangha ist damit das bislang härteste in diesem Verfahren – und zugleich ein bitteres Signal:
Im Umfeld eines suchtkranken Stars verdienten offenbar mehrere Menschen systematisch an seiner Schwäche – bis es tödlich endete.
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