Ganz ehrlich: Was ist eigentlich aus diesem Fußball-Land geworden?
Drei Wochen vor dem Start der Fußball-WM wird plötzlich nebenbei bekannt:
Am Brandenburger Tor soll es diesmal wohl gar keine große Fanmeile geben. Keine riesigen Leinwände. Keine Hunderttausenden Fans auf der Straße des 17. Juni. Keine Fußball-Euphorie mitten in der Hauptstadt.
Und das Schlimmste:
Offen sagen will es offenbar niemand.
Erst angekündigt – jetzt plötzlich „nie geplant“
Besonders absurd ist das Berliner Behörden-Chaos:
Auf dem offiziellen Hauptstadtportal hieß es zunächst noch, Termine und Öffnungszeiten der Fanmeile seien „noch nicht bekannt“.
Klingt eigentlich ziemlich eindeutig nach:
„Da kommt noch was.“
Plötzlich taucht dann eine „Korrektur“ auf:
Zur WM 2026 sei überhaupt keine Fanmeile geplant.
Ja was denn nun?
Niemand will verantwortlich sein
Und wie immer beginnt danach das große Berliner Behörden-Pingpong.
Die Sportverwaltung?
„Nicht zuständig.“
Die Verkehrsverwaltung?
„Davon wissen wir nichts.“
Dann heißt es plötzlich:
Es habe angeblich niemals konkrete Planungen gegeben.
Klar. Und der BER war bestimmt auch immer pünktlich fertig.
Fans bleiben mal wieder außen vor
Für Fußballfans ist das einfach nur enttäuschend.
Bei vergangenen Turnieren war die Fanmeile am Brandenburger Tor DAS Symbol für Fußball-Sommer in Deutschland:
- gemeinsam feiern,
- gemeinsam leiden,
- Public Viewing mitten in Berlin,
- unvergessliche Stimmung.
Hunderttausende Menschen kamen dort zusammen.
Und jetzt?
Offenbar gar nichts.
Nachtspiele plötzlich zu unbequem?
Natürlich schiebt man hinter vorgehaltener Hand jetzt wirtschaftliche Gründe vor. Viele WM-Spiele laufen wegen der Zeitverschiebung nachts. Eine große Fanmeile könnte angeblich zum Verlustgeschäft werden.
Ach was.
Seit wann wird Fußball-Euphorie in Deutschland nur noch danach bewertet, ob sich ein Bierstand nachts wirtschaftlich rechnet?
Für alles andere ist Geld da
Das macht viele Fans besonders wütend:
Für jeden politischen Aktionstag, jedes Prestigeprojekt und jede Imagekampagne scheint Geld vorhanden zu sein.
Aber bei einer Fußball-WM, die Millionen Menschen begeistert, heißt es plötzlich:
„Zu kompliziert.“
„Zu teuer.“
„Zu riskant.“
Hauptstadt ohne Fußball-Herz?
Berlin schafft es damit tatsächlich, einer Fußball-WM schon vor dem ersten Anpfiff die Stimmung zu zerstören.
Während andere Städte weltweit Fußballfeste organisieren, wirkt Deutschlands Hauptstadt plötzlich wie eine Verwaltungseinheit mit Stadionallergie.
Fußball lebt von Emotionen – nicht von Behördenausreden
Natürlich wird trotzdem irgendwo geschaut werden. Bars, Kneipen und kleinere Public-Viewing-Orte wird es geben.
Aber genau darum geht es nicht.
Eine WM-Fanmeile am Brandenburger Tor war immer mehr als nur Fußball gucken. Sie war:
- Gemeinschaft,
- Emotion,
- Sommermärchen,
- Ausnahmezustand.
Und genau das fehlt jetzt.
Oder um es aus Fansicht zu sagen:
Danke Berlin. Wieder einmal maximal unorganisiert und komplett am Gefühl der Menschen vorbei.
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