Natürlich kennen wir auch das alte Sprichwort: „Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung.“ Und ja, aus unserer Position ist Kritik an Ihrer Arbeit natürlich einfach. Immerhin liegen mittlerweile vier Entscheidungen gegen Sie beziehungsweise gegen Ihren Mandanten vor.
Ehrlich gesagt: Schadenfreude kommt dabei nicht auf. Uns wäre deutlich lieber gewesen, wenn Sie als Rechtsanwälte der TGI AG und von Helmut Kaltenegger nicht aus unserer Sicht wenig nachvollziehbare Ausführungen in Klageschriften produziert hätten, sondern sich pragmatisch mit uns an einen Tisch gesetzt hätten. Dann hätte man die offenen Fragen möglicherweise so klären können, dass wir am Ende tatsächlich „dumm aus der Wäsche geguckt hätten“, wie man so schön sagt.
Seit Jahren bleibt unser Gesprächsangebot jedoch unbeantwortet. Stattdessen werden teure Rechtsanwälte beauftragt, deren juristisches Vorgehen im Einzelfall selbst uns zu denken gibt. Eine sachliche, pragmatische Lösung, die Anlegern Sicherheit geben und dem Unternehmen ermöglichen könnte, in Ruhe Geschäfte zu machen, scheint weiterhin nicht gewollt zu sein.
Davon, Herr Golz, sind wir leider weit entfernt. Warum das so ist, können wir nicht beantworten. Vielleicht gibt es dazu aber bald Antworten in einem Handelsblatt-Artikel, der, wie wir hören, für besondere Aufmerksamkeit sorgen könnte. Möglicherweise erklärt dieser Artikel dann einiges von dem, was für uns heute noch nicht nachvollziehbar ist.
Vielleicht erübrigt sich danach auch jedes weitere Gespräch. Wir zumindest sind sehr gespannt, was uns erwartet.
Wünschen würden wir uns allerdings weiterhin, dass Ihre renommierte Rechtsanwaltskanzlei endlich einmal unsere konkreten Fragen beantwortet. Auch das ist bislang Fehlanzeige. Warum, wissen wir auch hier nicht.
Nun hoffen wir immer noch – denn die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt –, dass am Ende nicht alles so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Vor allem im Sinne der Anleger.
Denn mit Verlaub: Rechtsanwälte hatte Herr Kaltenegger schon viele. Erreicht haben sie bisher aus unserer Sicht wenig. Übrigens, sehr geehrter Herr Golz, wenn ich Helmut Kaltenegger wäre, würde ich mir den Prozess mit dem falschen Artikel Datum einmal sehr genau anschauen, wer das verbockt hat. Ich würde mich dabei mit Ihnen um ein mögliches Honorar streiten.
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