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Kalifornien ruft Notstand aus wegen Chemieunfall

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat wegen eines gefährlichen Chemieunfalls in Orange County den Notstand ausgerufen. Einsatzkräfte versuchen weiterhin, ein mögliches Unglück in einer Industrieanlage in der Stadt Garden Grove zu verhindern.

Im Mittelpunkt steht ein Tank mit rund 26.000 Litern Methylmethacrylat – einer leicht entzündlichen und hochreaktiven Chemikalie, die unter anderem zur Herstellung von Kunststoffen verwendet wird. Behörden befürchten, dass der Tank versagen oder sogar explodieren könnte. Tausende Menschen wurden vorsorglich evakuiert.

Nach Angaben der Feuerwehr stieg die Temperatur im Inneren des Tanks am Samstag stärker an als zunächst angenommen. Orange County-Feuerwehrchef Craig Covey erklärte, die Einsatzkräfte bereiteten sich derzeit auf zwei mögliche Szenarien vor: Entweder der Tank reißt auf und die Chemikalien laufen aus – oder es kommt zu einer Explosion.

Die betroffene Anlage liegt etwa acht Kilometer vom Disneyland-Freizeitpark entfernt, der außerhalb der Evakuierungszone liegt und geöffnet bleibt. Der Standort befindet sich rund 56 Kilometer südöstlich von Los Angeles.

Die Ursache für den gefährlichen Zustand des Tanks wird derzeit untersucht. Feuerwehr und Spezialteams versuchen, die Temperatur mit Wasser zu senken und die chemische Reaktion zu stabilisieren. Zusätzlich erschwere ein defektes Ventil die Arbeiten vor Ort.

Am Samstag teilte Covey mit, dass die Temperatur im Tank bereits bei etwa 32 Grad Celsius liege und weiterhin ansteige. Ursprünglich hatten Drohnenmessungen am Freitagabend niedrigere Werte angezeigt. Erst als Einsatzkräfte näher an den Tank herankamen und die Anzeigen direkt ablesen konnten, wurde das tatsächliche Ausmaß erkannt.

Die Behörden arbeiten inzwischen an umfassenden Notfallplänen. Unter anderem werden Schutzbarrieren errichtet, um austretende Chemikalien aufzufangen und zu verhindern, dass sie in die Kanalisation oder ins Meer gelangen.

Mehrere Schulen in der Umgebung wurden vorsorglich geschlossen. Außerdem sperrten die Behörden zahlreiche Straßen und Ausfahrten rund um das Industriegebiet.

Die Gesundheitsbehörden warnten die Bevölkerung vor möglichen gesundheitlichen Folgen. Wer einen „fruchtigen, schweren Geruch“ wahrnehme, solle umgehend die Behörden informieren. Das Einatmen der Dämpfe könne Atemprobleme, Augenreizungen und Schwindel verursachen.

Bereits am Freitag hatte Feuerwehrchef Covey betont, dass die Lage äußerst ernst sei. Nach seinen Worten gebe es „buchstäblich nur noch zwei Möglichkeiten“: Der Tank laufe aus oder er explodiere infolge einer unkontrollierten chemischen Reaktion.

Viele Anwohner mussten ihre Häuser kurzfristig verlassen und wurden in Notunterkünften untergebracht. Ein evakuierter Bewohner berichtete, er sei mitten in der Nacht durch Sirenen geweckt worden und habe nur wenige Dinge zusammenpacken können, bevor er das Gebiet verlassen musste.

Die Anlage wird vom britischen Unternehmen GKN Aerospace betrieben, das Bauteile für die Luftfahrtindustrie herstellt. Das Unternehmen entschuldigte sich bei den Anwohnern und erklärte, man arbeite eng mit Rettungskräften und Behörden zusammen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

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