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Jake Paul und Tony Bellew

Frank_Rietsch (CC0), Pixabay
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Jake Paul, Francis Ngannou und zahlreiche weitere Kampfsportgrößen haben die Entscheidung des Ringrichters im WM-Kampf zwischen Oleksandr Usyk und Rico Verhoeven heftig kritisiert.

Der Kampf um den WBC-Schwergewichtstitel wurde in der elften Runde abgebrochen, nachdem Usyk den Niederländer mit einem schweren Treffer zu Boden geschickt hatte. Verhoeven stand jedoch wieder auf, bevor der Ringrichter den Kampf unmittelbar vor dem Gong stoppte.

Jake Paul bezeichnete den Abbruch als „wahnsinnig“ und war überzeugt, dass Verhoeven bis dahin nach Punkten geführt habe.

„Lasst ihn doch in seine Ecke gehen und die Pause bekommen“, sagte Paul. „Wenn ich in Ricos Ecke gewesen wäre, wäre ich komplett ausgerastet.“

Für Verhoeven war es erst der zweite Profiboxkampf seiner Karriere. Der Niederländer ist vor allem als erfolgreicher Kickboxer bekannt. Trotzdem lieferte er dem ungeschlagenen Usyk über weite Strecken einen überraschend starken Kampf.

Auch Francis Ngannou, der selbst erfolgreich vom MMA ins Boxen gewechselt war, stellte sich hinter Verhoeven. Der ehemalige UFC-Champion schrieb, Außenseiter würden im Boxen oft keine faire Chance bekommen.

„Rico war heute Abend der Sieger. Punkt“, erklärte Ngannou.

Der frühere Weltmeister Sergio Mora sprach sogar von einem „peinlichen Kampfabbruch“. Seiner Meinung nach seien beide Kämpfer um einen klaren Abschluss des Duells gebracht worden.

Zum Zeitpunkt des Abbruchs hätte Usyk durch die 10:8-Wertung der elften Runde knapp auf den Punktzetteln geführt. Viele Experten glauben dennoch, dass Verhoeven weiterhin gute Chancen auf den Sieg gehabt hätte, wenn der Kampf in die zwölfte Runde gegangen wäre.

Vierfach-Weltmeister Shakur Stevenson meinte, der Ringrichter habe den Zuschauern ein eindeutiges Ende genommen. Gleichzeitig räumte er ein, dass Usyk in den letzten Momenten immer stärker geworden sei.

Tony Bellew, der selbst 2018 gegen Usyk durch K.o. verlor, zeigte Verständnis für die Diskussionen. Er sagte jedoch, Verhoeven habe am Ende erschöpft gewirkt und sei möglicherweise nicht mehr bereit für die letzte Runde gewesen.

„Ich habe Usyk noch nie so stark unter Druck gesehen“, erklärte Bellew. „Aber ich glaube trotzdem nicht, dass Rico noch viel übrig hatte.“

Auch der ehemalige Boxer Richie Woodhall erwartet nun Diskussionen über die Entscheidung des Ringrichters und sprach sich für einen Rückkampf aus.

Verhoeven selbst zeigte sich offen für ein Rematch und kündigte an, seine Boxkarriere unabhängig davon fortsetzen zu wollen.

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