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Schalke04:Puh, Glück gehabt, Schalke!

jorono (CC0), Pixabay
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Ganz ehrlich: Als ich gehört habe, dass Jesper Lindström angeblich schon im Hotel in Gelsenkirchen sitzt, dachte ich nur: Was genau wollen wir auf Schalke eigentlich mit diesem Spieler?

Natürlich klang das zunächst groß. 30-Millionen-Mann, SSC Neapel, früher Eintracht Frankfurt, dänischer Nationalspieler – da kann man als Schalke-Fan schon mal kurz nervös werden. Aber wenn man genauer hinschaut, wurde aus dem vermeintlichen Königstransfer schnell ein königsblaues Überraschungsei.

Seit seiner starken Zeit in Frankfurt kam sportlich offenbar nicht mehr allzu viel. Bei Neapel, Everton und Wolfsburg sammelte Lindström viele Einsätze, aber gerade einmal zwei Vorlagen. Zwei! Das schaffen manche Verteidiger beim Aufwärmen.

Trotzdem sollte er offenbar kommen, den Medizincheck machen und direkt mit aufs Mannschaftsfoto. Wahrscheinlich hätte er darauf erst einmal erklären müssen, wer er ist und warum er schon neben Edin Džeko steht.

Nun soll Neapel plötzlich andere Vorstellungen bei Ablöse, Klauseln und Kaufpflicht haben. Schalke will nur eine Kaufoption, Neapel offenbar mehr Sicherheit. Und da muss man sagen: Respekt an unsere Verantwortlichen. Endlich lässt sich Schalke bei einem Transfer nicht wieder mit verbundenen Augen in irgendeinen Vertrag führen.

Eine Kaufpflicht für einen Spieler, bei dem derzeit niemand genau sagen kann, ob er uns sportlich wirklich weiterhilft? Nein, danke. Davon hatten wir in der Vergangenheit schon genug. Auf Schalke brauchen wir keinen weiteren Spieler, bei dem man nach sechs Monaten sagt: „Vielleicht braucht er einfach noch Zeit.“ Zeit hatten bei uns schon viele. Tore und Vorlagen leider nicht immer.

Vielleicht hat Neapel uns also unbeabsichtigt einen Gefallen getan. Lindström fliegt zurück nach Italien, Schalke spart Geld und wir Fans müssen nicht so tun, als hätten wir diesen Transfer schon immer für genial gehalten.

Puh, Glück gehabt, Schalke!

Manchmal ist der beste Transfer tatsächlich der, der nicht zustande kommt. Jetzt bitte das Geld sinnvoll investieren – am besten in einen Spieler, bei dem auch ohne alte YouTube-Videos aus Frankfurt erkennbar ist, warum wir ihn brauchen.

Jesper Lindström wünsche ich natürlich alles Gute. Aber was wir auf Schalke mit ihm wollten, war mir zu keinem Zeitpunkt wirklich klar.

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