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Hütter kehrt zurück – aber ist das wirklich die große Lösung für Eintracht Frankfurt?

jorono (CC0), Pixabay
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Als Eintracht-Fan weiß man eigentlich, was man an Adi Hütter hatte. Die Europa-League-Nächte, die emotionale Reise bis ins Halbfinale, der attraktive Offensivfußball – das alles gehört zu den schönsten Erinnerungen der vergangenen Jahre.

Und trotzdem bleibt bei seiner Rückkehr ein ungutes Gefühl.

Nicht, weil Hütter ein schlechter Trainer wäre.

Sondern weil man sich gefragt hat, ob Eintracht Frankfurt im Jahr 2026 nicht einen Schritt weiter sein müsste.

Die Eintracht spielt inzwischen regelmäßig international, hat sich wirtschaftlich stabilisiert und gehört längst nicht mehr zu den Überraschungsmannschaften der Bundesliga. Der Anspruch ist gestiegen. Deshalb hätte ich mir einen Trainer gewünscht, der in den vergangenen Jahren auf höchstem Niveau Titel gewonnen oder zumindest nachweislich außergewöhnliche Erfolge erzielt hat.

Stattdessen holt Frankfurt einen Trainer zurück, der zweifellos solide Arbeit geleistet hat, dessen Vita aber seit seinem ersten Abschied aus Frankfurt auch Fragen aufwirft.

In Mönchengladbach wurde das Kapitel nach nur einer Saison beendet. In Monaco gab es respektable Platzierungen, aber eben keine Meisterschaft, keinen Pokalsieg und keinen internationalen Titel. Zweiter und Dritter in Frankreich – das ist ordentlich. Mehr aber auch nicht.

Natürlich kann man argumentieren, dass Hütter junge Spieler entwickelt hat. Natürlich kann man auf seine Erfahrung verweisen. Und natürlich kennt er den Verein, das Umfeld und die besonderen Mechanismen rund um die Eintracht.

Doch genau darin liegt auch das Problem.

Warum blickt Frankfurt zurück statt nach vorne?

Warum sucht man die Lösung in der Vergangenheit?

Warum holt man einen Trainer zurück, anstatt den nächsten Entwicklungsschritt zu wagen?

Es entsteht der Eindruck, als wolle die Eintracht auf Nummer sicher gehen. Keine Experimente. Kein Risiko. Keine große Vision. Sondern die Hoffnung, dass ein bekanntes Gesicht automatisch wieder für alte Erfolge sorgt.

Aber Fußball funktioniert selten nach diesem Prinzip.

Die Eintracht von 2026 ist nicht mehr die Eintracht von 2018.

Die Bundesliga ist nicht mehr dieselbe.

Die Konkurrenz ist stärker geworden.

Und die Erwartungen der Fans sind gestiegen.

Vielleicht wird Hütter alle Kritiker widerlegen. Vielleicht gelingt ihm tatsächlich eine zweite erfolgreiche Ära in Frankfurt. Die Voraussetzungen sind nicht schlecht, und seine Qualitäten als Trainer sind unbestritten.

Trotzdem bleibt die Frage erlaubt:

Reicht es einem ambitionierten Verein wie Eintracht Frankfurt wirklich aus, einen Trainer zu präsentieren, dessen größter Erfolg in Frankfurt ausgerechnet seine erste Amtszeit bei Eintracht Frankfurt war?

Die Antwort wird nicht auf der Pressekonferenz gegeben.

Sondern auf dem Platz.

Und dort muss Hütter nun beweisen, dass seine Rückkehr mehr ist als ein nostalgischer Blick zurück in bessere Zeiten.

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