Startseite Allgemeines Kommentar eines Eintracht-Fans: Talent holen ist das eine – Talente entwickeln das andere
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Kommentar eines Eintracht-Fans: Talent holen ist das eine – Talente entwickeln das andere

jorono (CC0), Pixabay
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Es ist grundsätzlich genau der Weg, den Eintracht Frankfurt gehen muss. Junge, hungrige Spieler verpflichten, bevor sie 40 oder 50 Millionen Euro kosten. Noel Aseko passt auf den ersten Blick perfekt in dieses Profil. Er hat in Hannover gezeigt, dass er über enormes Potenzial verfügt und den nächsten Schritt machen kann.

Dass Markus Krösche und der Sportvorstand sich um ihn bemühen, ist deshalb absolut zu begrüßen. Genau für solche Transfers ist Eintracht Frankfurt in den vergangenen Jahren bekannt geworden.

Aber es gibt eine Frage, die mich als Eintracht-Fan derzeit deutlich mehr beschäftigt als die Vertragslaufzeit oder die Ablösesumme.

Kann unser neuer Trainer einen Spieler wie Noel Aseko überhaupt entwickeln?

Denn genau das ist der entscheidende Punkt.

Unter Oliver Glasner oder Dino Toppmöller haben viele junge Spieler den nächsten Schritt gemacht. Frankfurt war ein Verein, bei dem Talente wussten: Wenn ich Leistung bringe, bekomme ich meine Chance.

Jetzt beginnt eine neue Ära. Und da muss sich der Trainer erst noch beweisen.

Ein 20-Jähriger braucht Vertrauen. Er braucht Fehler, die man ihm verzeiht. Er braucht einen Trainer, der nicht nach zwei schwachen Spielen wieder auf erfahrene Profis setzt, sondern konsequent an seiner Entwicklung arbeitet.

Gerade weil Frankfurt in dieser Saison nicht international vertreten ist, wäre die Bundesliga eigentlich die ideale Bühne, um einem jungen Spieler regelmäßig Spielzeit zu geben.

Sollte Aseko tatsächlich kommen, wäre das ein starkes Signal des Sportvorstandes.

Aber dann muss der Trainer dieses Signal auch aufnehmen.

Denn Talente verpflichtet mittlerweile fast jeder Bundesligist. Der Unterschied zwischen guten und sehr guten Vereinen besteht darin, wer aus einem Talent später einen Nationalspieler oder einen 50-Millionen-Euro-Spieler macht.

Ich hoffe sehr, dass Noel Aseko diesen Weg bei der Eintracht gehen könnte. Doch ehrlich gesagt habe ich beim Trainer noch Fragezeichen. Nicht, weil ich ihm etwas absprechen möchte – sondern weil er diesen Nachweis erst noch erbringen muss.

Markus Krösche scheint seinen Job wieder einmal zu machen. Jetzt muss der Trainer zeigen, dass er aus einem Rohdiamanten tatsächlich einen Edelstein schleifen kann.

Denn eines ist klar: Eintracht Frankfurt darf nicht nur ein Verein sein, der Talente einkauft. Frankfurt muss auch der Verein bleiben, der Talente groß macht.

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