Heute ist ein trauriger Tag für Hamburg – und ganz besonders für die große HSV-Familie.
Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren verstorben. Mit ihm verliert unsere Stadt nicht nur einen der bedeutendsten Unternehmer Deutschlands, sondern der Hamburger SV auch einen Menschen, dessen Herz über viele Jahrzehnte für die Raute geschlagen hat.
Als HSV-Fan möchte ich deshalb einfach einmal Danke sagen.
Danke für die Verbundenheit zu unserem Verein.
Danke für die Unterstützung in guten wie in schwierigen Zeiten.
Danke für die vielen Millionen, die Sie bereit waren, für Ihren Herzensverein einzusetzen.
Und vor allem Danke dafür, dass der HSV für Sie trotz Ihres weltweiten geschäftlichen Erfolges immer ein Stück Heimat geblieben ist.
Klaus-Michael Kühne war sicherlich kein stiller Förderer. Er hatte Meinungen, er äußerte sie deutlich und er polarisierte damit auch immer wieder. Über einzelne Entscheidungen konnte und durfte man diskutieren. Aber eines konnte ihm wohl niemand absprechen: Seine Leidenschaft für den Hamburger SV war echt.
Der HSV war für ihn eben nicht irgendeine Beteiligung und kein beliebiges Investment. Es war sein Verein.
Über Jahre unterstützte er den HSV finanziell, half bei Transfers, engagierte sich bei der HSV Fußball AG und sicherte noch 2025 über seine Holding erneut die Namensrechte am Volksparkstadion. Gerade dieser Name bedeutet uns Fans so viel. Kein austauschbarer Sponsorenname, sondern unser Volkspark – unsere Heimat.
Und vielleicht ist genau das eines der schönsten Zeichen seiner Verbundenheit.
Klaus-Michael Kühne blieb trotz seines internationalen Lebenswegs immer eng mit Hamburg verbunden. Neben dem HSV unterstützte er Wissenschaft, Medizin und Kultur und plante mit einem neuen Opernhaus noch einmal ein großes Projekt für seine Heimatstadt.
Als HSV-Fan bleibt bei mir heute aber vor allem ein Gedanke:
Da ist einer von uns gegangen.
Ein Mann, der vermutlich ebenso mitgefiebert, gehofft, gelitten und gejubelt hat wie wir alle. Der die bitteren Jahre unseres Vereins erlebt hat, den Abstieg ertragen musste und schließlich auch noch miterleben durfte, wie der HSV 2025 endlich wieder in die Bundesliga zurückkehrte.
Ich hoffe, dieser Moment hat ihm noch einmal genau die Freude bereitet, die wir HSV-Fans nach all den schwierigen Jahren empfunden haben.
Bei allen Diskussionen der Vergangenheit sollte heute deshalb vor allem Dankbarkeit stehen.
Danke, Herr Kühne, für Ihre Unterstützung.
Danke für Ihre Treue zum HSV.
Danke für Ihre Liebe zu Hamburg und zum Volkspark.
Hamburg verliert einen außergewöhnlichen Unternehmer.
Der HSV verliert einen seiner leidenschaftlichsten und bedeutendsten Förderer.
Und wir Fans verlieren einen Menschen, der unsere Raute im Herzen getragen hat.
Mein Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Christine sowie allen Angehörigen, Freunden und Wegbegleitern.
Ruhe in Frieden, Klaus-Michael Kühne.
Einmal HSV.
Immer HSV.
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