Eigentlich sollte gefeiert werden.
Kap Verde hatte sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft mit einem Unentschieden gegen Saudi-Arabien für die K.-o.-Runde qualifiziert.
Die Fans gingen auf die Straße.
Dann übernahmen leider wieder einmal diejenigen das Programm, die offenbar glauben, jede Feier brauche Schusswaffen.
Erst Autokorsos – dann Blaulicht
In der US-Stadt Brockton bei Boston, die wegen ihrer großen kapverdischen Gemeinde auch als „11. Insel Kap Verdes“ bekannt ist, feierten Tausende Menschen den historischen Erfolg ihrer Nationalmannschaft.
Kurz vor Mitternacht fielen plötzlich Schüsse.
Vier Menschen wurden verletzt und mussten in Krankenhäuser gebracht werden.
Zu möglichen Tätern machten die Behörden zunächst keine Angaben.
Leider keine Premiere
Besonders bitter:
Es war bereits der dritte WM-Abend in Folge, an dem die Feierlichkeiten in Brockton aus dem Ruder liefen.
Nach dem ersten Gruppenspiel wurden mehrere Personen festgenommen.
Nach dem zweiten Spiel gab es bereits mehrere Schussverletzte und eine Messerattacke.
Und nun wieder Schüsse.
Man könnte fast meinen, manche Menschen verwechseln ein Fußballspiel mit einem Western.
Kap Verde schreibt Fußballgeschichte
Dabei gäbe es eigentlich genug Grund zum Feiern.
Das kleine Inselland vor der Westküste Afrikas sorgt bei der Weltmeisterschaft für eine der größten Überraschungen des Turniers.
Drei Unentschieden gegen Spanien, Uruguay und Saudi-Arabien reichten zum Einzug in die Runde der letzten 32 Mannschaften.
Als Nächstes wartet ausgerechnet Weltmeister Argentinien.
Sportlich also eine echte Sensation.
Fußball verbindet – Gewalt zerstört
Die große Mehrheit der Fans wollte schlicht feiern.
Musik, Fahnen, Autokorsos und jede Menge Stolz auf das Heimatland.
Umso tragischer ist es, wenn einzelne Gewalttäter dafür sorgen, dass am Ende nicht über Fußball gesprochen wird, sondern über Polizeieinsätze und Krankenwagen.
Fazit
Fußball soll Emotionen wecken.
Jubel.
Leidenschaft.
Freudentränen.
Was definitiv nicht auf den Spielbericht gehört, sind Schüsse auf offener Straße.
Oder anders gesagt:
Ein Unentschieden darf spannend sein – der Heimweg danach sollte es besser nicht werden.
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