Startseite Allgemeines Wie viel Gold braucht ein Mensch? Die ehrliche Antwort lautet: Weniger als manche YouTube-Gurus glauben
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Wie viel Gold braucht ein Mensch? Die ehrliche Antwort lautet: Weniger als manche YouTube-Gurus glauben

soofiatailor (CC0), Pixabay
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Gold gilt seit Jahrhunderten als sicherer Hafen.

Zumindest solange niemand versucht, damit an der Supermarktkasse zu bezahlen.

Doch wie viel Gold sollte man eigentlich besitzen?

Finanzexperten sagen:

Nicht alles.

Die goldene Mitte

Die meisten Vermögensberater empfehlen, zwischen 5 und 10 Prozent des Anlagevermögens in Gold oder andere Edelmetalle zu investieren.

Wer besonders vorsichtig ist, geht vielleicht bis 15 Prozent.

Wer dagegen 100 Prozent seines Vermögens in Gold steckt, sollte sich nicht wundern, wenn der Einkaufswagen an der Börse irgendwann ziemlich schwer wird.

Gold ist langweilig…

…und genau deshalb mögen es viele Anleger.

Während Aktien manchmal Achterbahn fahren, liegt Gold meistens ziemlich gelassen herum.

Es zahlt allerdings weder Zinsen noch Dividenden.

Gold arbeitet nicht.

Es glänzt.

Junge Anleger? Lieber etwas mehr Risiko

Finanzprofessoren raten jungen Menschen eher zu Aktien.

Der Grund ist einfach:

Mit 30 kann man einen Börsencrash meist aussitzen.

Mit 67 möchte man seine Altersvorsorge dagegen nicht unbedingt von der Tageslaune der Wall Street abhängig machen.

Der ewige Goldrausch

Sobald Inflation, Kriege oder Wirtschaftskrisen auftauchen, passiert zuverlässig dasselbe.

Menschen kaufen Gold.

Manche so viel, als würde der nächste Einkauf nur noch mit Goldbarren bezahlt werden können.

Die YouTube-Experten

Im Internet klingt das natürlich ganz anders.

Dort erklären selbst ernannte Finanz-Gurus regelmäßig:

„Verkauf alles! Kauf Gold!“

Komisch nur, dass diese Experten ihre Videos meist aus einem gemieteten Studio aufnehmen und ihr Geld eher mit Klicks als mit Gold verdienen.

Die Wahrheit ist erstaunlich unspektakulär

Die meisten Finanzexperten sind sich erstaunlich einig:

Gold ist sinnvoll.

Aber eben als Beimischung.

Nicht als komplette Geldanlage.

Denn Gold schützt zwar oft vor Inflation und Krisen.

Reich geworden sind langfristig allerdings die wenigsten Menschen allein durch einen Keller voller Goldbarren.

Fazit

Gold ist wie Salz beim Kochen.

Eine kleine Menge macht vieles besser.

Wer allerdings ausschließlich Salz isst, hat irgendwann ganz andere Probleme.

Oder wie Vermögensberater wahrscheinlich sagen würden:

Ein bisschen Gold beruhigt das Depot. Zu viel Gold macht höchstens den Tresor glücklich.

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