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US-Militär sucht nach neuen Wegen, um den Druck auf Iran zu erhöhen

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Das US-Militär sucht offenbar nach neuen und ungewöhnlichen Möglichkeiten, den Druck auf Iran zu verschärfen. Nach einem Bericht von CNN bat ein ranghoher Offizier des für den Nahen Osten zuständigen US-Zentralkommandos militärische Analysten per E-Mail um „kreative und unkonventionelle“ Vorschläge.

Die ungewöhnliche Anfrage deutet darauf hin, dass Washington nur noch über begrenzte und politisch riskante Optionen verfügt. Trotz wochenlanger Luftangriffe gibt es bislang keine Anzeichen dafür, dass sich die iranische Führung zu einem Abkommen nach den Vorstellungen von US-Präsident Donald Trump bereit erklärt.

Trump hatte zuletzt über eine weitere Verschärfung der Angriffe nachgedacht. Geprüft worden seien unter anderem neue Attacken auf iranische Nuklearanlagen und andere militärische Ziele. Einige dieser Einrichtungen liegen jedoch tief unter der Erde und könnten nach Einschätzung von Experten selbst mit leistungsfähigen Bomben und Raketen kaum vollständig zerstört werden.

Eine Bodenoperation könnte die Erfolgsaussichten erhöhen, wäre aber mit erheblichen Gefahren verbunden. Trump hat einen solchen Einsatz bislang vermieden. Nach den im Bericht genannten Angaben kamen in den bisherigen Kämpfen bereits 18 US-Soldaten ums Leben.

Innerhalb der amerikanischen Führung wird zudem bezweifelt, dass weitere Bombardierungen Iran zu politischen Zugeständnissen bewegen würden. Sowohl der Auslandsgeheimdienst CIA als auch der Militärgeheimdienst DIA sollen zu dem Ergebnis gekommen sein, dass die bisherigen Angriffe die iranische Verhandlungsposition wahrscheinlich nicht entscheidend verändern.

Auch der Vorsitzende des US-Generalstabs, Dan Caine, räumte öffentlich ein, dass Luftangriffe allein nicht ausreichen dürften, um sämtliche Ziele der Regierung zu erreichen. „Luftmacht hat ihre Grenzen“, sagte er vor Abgeordneten.

Als weitere Möglichkeit wird eine massive, ein- bis zweiwöchige Angriffswelle diskutiert, mit der iranische Raketenstellungen zerstört werden könnten. Trump soll jedoch auch wegen sinkender Bestände an amerikanischen Abfangraketen gezögert haben. Zudem warnen Regierungsvertreter vor hohen Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung, falls Brücken, Entsalzungsanlagen oder andere wichtige Infrastruktureinrichtungen angegriffen würden.

Eine zusätzliche Eskalation durch den Einsatz von Bodentruppen würde außerdem Trumps früherem Versprechen widersprechen, keine amerikanischen Soldaten in langwierige Auslandskriege zu schicken.

Gleichzeitig birgt auch eine Fortsetzung des gegenwärtigen Kurses große Risiken. Wiederholte Angriffe und Gegenangriffe könnten weitere Menschenleben kosten und die strategisch wichtige Straße von Hormus dauerhaft destabilisieren.

Trump betonte zuletzt, die USA wollten den Konflikt gewinnen und Iran so lange hart treffen, bis die Führung in Teheran nachgebe. Hinter den Kulissen scheint das Militär jedoch weiter nach einer Strategie zu suchen, die sowohl politischen Druck erzeugt als auch einen gefährlichen und langwierigen Krieg vermeidet.

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