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Fünf Tote nach Unfall eines Amazon-Frachtflugzeugs in Miami

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Bei der Landung auf dem internationalen Flughafen von Miami ist ein Frachtflugzeug von Amazon Air über das Ende der Start- und Landebahn hinausgeschossen. Nach Angaben der örtlichen Behörden kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Fünf weitere wurden schwer verletzt.

Bei der Maschine handelte es sich um eine Boeing 767-300, die von der Charterfluggesellschaft 21 Air betrieben wurde. Das Flugzeug war zuvor vom internationalen Flughafen Luis Muñoz Marín in San Juan auf Puerto Rico gestartet.

Der Unfall ereignete sich kurz vor 14 Uhr Ortszeit. Während des Landeversuchs verließ die Maschine die nutzbare Landebahn und kollidierte anschließend mit mehreren Fahrzeugen am Boden.

Einige Verletzte waren in oder unter den getroffenen Fahrzeugen eingeschlossen. Feuerwehr- und Rettungskräfte mussten sie aus den Wracks befreien. Drei der fünf Verletzten befanden sich nach Angaben des Feuerwehrchefs von Miami in einem kritischen Zustand.

Mehr als 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Als die ersten Kräfte eintrafen, stand das Flugzeug in Flammen und dichter Rauch stieg über der Unfallstelle auf. Das Feuer konnte gelöscht werden, allerdings trat anschließend weiterhin Treibstoff aus.

Die Bürgermeisterin von Miami-Dade County, Daniella Levine Cava, erklärte, die Rettungsmannschaften seien innerhalb weniger Sekunden am Unglücksort gewesen. Der Schwerpunkt liege nun auf der Unterstützung der Opfer, ihrer Angehörigen und der laufenden Rettungsmaßnahmen.

Die Ursache des Unfalls ist noch unklar. Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NTSB hat Ermittlungen aufgenommen und will über erste Erkenntnisse informieren.

Nach Daten des Flugverfolgungsdienstes FlightRadar24 bewegte sich das Flugzeug noch mit einer Geschwindigkeit von etwa 207 Kilometern pro Stunde, als es die nutzbare Landebahn verließ. Die Maschine kam in der Nähe eines Parkplatzes zum Stillstand, der von einem Amazon-Lager und weiteren Unternehmen genutzt wird.

Zum Zeitpunkt des Unfalls wurden in Miami leichte Gewitter und starke Windböen gemeldet. Ob das Wetter zum Unglück beigetragen hat, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Amazon erklärte, eng mit den örtlichen Behörden zusammenzuarbeiten und die Untersuchung vollständig zu unterstützen. Das Unternehmen zeigte sich bestürzt über die Todesfälle und sprach den Familien sowie allen Betroffenen sein Mitgefühl aus.

Die für den Flug verantwortliche Chartergesellschaft 21 Air äußerte sich zunächst nicht öffentlich.

Wegen des Unfalls ordnete die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA vorübergehend einen Flugstopp an. Zahlreiche Verbindungen wurden gestrichen oder verspäteten sich. An den Schaltern der Fluggesellschaften bildeten sich lange Warteschlangen, während Reisende versuchten, ihre Flüge umzubuchen.

Mehrere Passagiere kritisierten, dass sie nur unzureichend über die Situation informiert worden seien. Einige mussten damit rechnen, eine weitere Nacht in Miami zu verbringen.

Der Unfall ereignete sich ausgerechnet am Labor-Day-Wochenende, das zu den verkehrsreichsten Reisezeiten in den USA zählt. Die Transportsicherheitsbehörde TSA erwartete in der Woche vor dem Feiertag rund 17 Millionen Fluggäste. Allein für den Sonntag waren etwa 2,3 Millionen Passagiere prognostiziert.

Der internationale Flughafen von Miami gehört zu den bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuzen der Vereinigten Staaten. Er ist der größte US-Flughafen für internationale Fracht und der zweitgrößte des Landes gemessen an der Zahl internationaler Passagiere.

Besonders wichtig ist Miami für Verbindungen nach Lateinamerika und in die Karibik. Nach Angaben des Flughafens reisen rund 60 Prozent aller internationalen Besucher Floridas über Miami ein.

Wie lange die Einschränkungen des Flugbetriebs andauern und welche technischen oder menschlichen Faktoren zu dem Unfall führten, war zunächst nicht bekannt.

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