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EZB hebt wohl bald die Zinsen an – Europas Sparschweine bereiten sich auf Wellnessurlaub vor

moritz320 (CC0), Pixabay
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Die Inflation in Europa macht weiterhin das, was sie seit Jahren am besten kann: steigen. Und zwar so zuverlässig, dass sich inzwischen selbst die Europäische Zentralbank langsam nicht mehr wegducken kann. Nachdem die Preise im Euro-Raum im Mai auf 3,2 Prozent geklettert sind, gilt eine Zinserhöhung der EZB kommende Woche praktisch als sicher.

Besonders erfreulich für Österreich:
Dort liegt die Inflation inzwischen sogar bei 3,7 Prozent. Damit bleibt Einkaufen auch 2026 ein kleines Abenteuer zwischen Nervenzusammenbruch und Konto-Überziehung.

Die Ursache kennt inzwischen jeder:
Energiepreise. Oder wie man in Europa mittlerweile sagt:
„Das neue Naturgesetz.“

Denn Öl, Gas und Strom werden durch die geopolitischen Dauerbaustellen rund um den Iran-Konflikt immer teurer. Analysten sprechen bereits von „Zweitrundeneffekten“. Früher nannte man das einfach:
„Alles wird teurer.“

Die EZB steht damit vor ihrer Lieblingsaufgabe:
Menschen erklären, dass höhere Zinsen zwar weh tun, aber irgendwie alternativlos seien. Bedeutet übersetzt:
Wer einen Kredit hat, darf künftig noch intensiver über seine Lebensentscheidungen nachdenken.

Immerhin gibt es auch gute Nachrichten:
Vielleicht bekommen Sparer bald wieder Zinsen. Also echte Zinsen. Nicht diese 0,0004 Prozent, bei denen man nach zehn Jahren Sparen immerhin genug für einen halben Einkaufswagen zusammenbekam.

Besonders Wohnkredite dürften jetzt allerdings richtig unangenehm werden. Viele Menschen erleben derzeit live, wie aus „günstig finanziert“ langsam „wirtschaftliches Survival-Training“ wird.

Experten rechnen zudem nicht nur mit einer einzelnen Zinserhöhung. Die EZB könnte im Laufe des Jahres mehrfach nachlegen. EZB-Direktorin Isabel Schnabel deutete bereits an:
Da könnte noch mehr kommen. Viel mehr.

Auch in den USA wird die Lage spannend. Dort wünscht sich Donald Trump bekanntlich niedrige Zinsen, damit die Wirtschaft vor den Midterm-Wahlen möglichst freundlich aussieht. Die US-Notenbank Fed hingegen schaut auf die Inflation und denkt sich offenbar:
„Tja Donald… schwierig.“

Besonders ironisch:
Jahrelang wurden Bürger praktisch gezwungen, Geld auszugeben, weil Sparen nichts mehr brachte. Jetzt sollen dieselben Menschen plötzlich wieder sparen, während gleichzeitig alles teurer wird.

Europas Wirtschaftspolitik erinnert damit zunehmend an einen Fitnesscoach, der erst jahrelang Fast Food verteilt und anschließend überrascht feststellt:
„Hoppla… wir sollten vielleicht doch mal über Ernährung sprechen.“

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